ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:48 Uhr

Preiswürdig
Wenn Forschung zur Wirtschaft wird

Über den 1. Platz und ein Preisgeld von 5000 Euro können sich freuen: Andreas Paul (2.v.l), Franka Schuster, Stefan Mehner (alle drei LS Rechnernetze und Kommunikationssysteme) und Heiko Kanisch von der LEAG. Es gratulieren: Dr.-Ing. E.h. Michael von Bronk (l., LEAG), Bernd H. Williams-Boock (2.v.r, Ortrander Eisenhütte GmbH) und Jürgen Fuchs (BASF) Foto: BTU
Über den 1. Platz und ein Preisgeld von 5000 Euro können sich freuen: Andreas Paul (2.v.l), Franka Schuster, Stefan Mehner (alle drei LS Rechnernetze und Kommunikationssysteme) und Heiko Kanisch von der LEAG. Es gratulieren: Dr.-Ing. E.h. Michael von Bronk (l., LEAG), Bernd H. Williams-Boock (2.v.r, Ortrander Eisenhütte GmbH) und Jürgen Fuchs (BASF) Foto: BTU FOTO: btu
Cottbus/Senftenberg. Beim Lausitzer WissenschaftsTransferpreis 2018 hat die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg mit herausragenden Kooperationsprojekten die ersten drei Plätze belegt. Von Hannelore Grogorick

Im Kulturhaus der BASF Schwarzheide gingen am Dienstag bei der die Verleihung des Lausitzer WissenschaftsTransferpreises (LWTP) die ersten drei Platzierungen an Kooperationsprojekte der BTU mit Partnern aus der Lausitz. Wie die BTU in einer Pressemitteilung informiert, hat die Wirtschaftsinitiative Lausitz mit einem Preisgeld von insgesamt 10 000 Euro Projekte auszeichnet, die in besonderer Weise den gelungenen Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft symbolisieren.

Prof. Dr. Katrin Salchert, Vizepräsidentin für Wissens- und Technologietransfer und Struktur der BTU sowie Jurymitglied, zeigte sich überzeugt vom Beispielcharakter des LWTP: „Wir wollen die Translation von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft weiter beschleunigen. Dieser Preis soll daher zur Nachahmung animieren. Er zeigt herausragende Beispiele für die Erzeugung und Verteilung von Lausitzer Kompetenzen.“ Die Preisvergabe an drei BTU-Projekte seien Vorboten eines noch stärker systematisierten Wissens- und Technologietransfers. Mit dem Transferprojekt Innovation Hub 13, das die BTU zusammen mit der TH Wildau bestreitet, sollen noch viele weiter erfolgreiche Kooperationsprojekte folgen.

Den ersten Preis und ein Preisgeld von 5000 Euro erhielten der Lehrstuhl Rechnernetze und Kommunikationssysteme und die Lausitzer Energie Kraftwerke AG. Im Projekt „IT-Sicherheit der digitalen Prozessleit- und Prozessrechensysteme“ setzten sich die IT-Spezialisten von BTU und LEAG mit der Sicherheit von kritischen Infrastrukturen auseinander. In den Projekten Sicia und Indi wurden passive Schutzmethoden entwickelt, die Netzwerkdaten auf Anomalien untersuchen und eine Grundlage für das Einleiten weiterer Sicherheitsmaßnahmen liefert.

Der zweiten Platz und ein Preisgeld von 3000 Euro ging an das Fachgebiet Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen und die TTZ GmbH & Co. KG für die Entwicklung eines hocheffizienten Leichtbau-Wärmeübertragungssystems. Mit carbonfaserverstärktem Kunststoff ist es dem Projektteam gelungen, Wärmeübertragungsplatten herzustellen, die im Vergleich zu herkömmlichen Technologien nur ein Viertel des Gewichts und dabei eine 50-mal höhere Wärmeleitfähigkeit aufweisen.

Auf den dritten Platz schafften es das Fachgebiet Baustoffe, Bauchemie, Betontechnologie mit der GS Ingenieurdienstleistungen und der Mattig & Lindner GmbH. Ihr Projekt „Beton hoch drei“ will die Stromgittermasten aus Stahl ersetzen, und das mit Beton. Ihre Entwicklung kann die üblichen Stahlmasten ersetzen und spart im Vergleich 85 Prozent Kohlenstoffdioxid bei der Herstellung und etwa 60 Prozent Produktionskosten ein, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Projektpartner könnten sich über ein Preisgeld von 2000 Euro freuen.