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| 17:49 Uhr

Cottbus
Positive Bilanz für neues Parken

Cottbus. Zwischen Bahnhof und Krankenhaus in der Spremberger Vorstadt gelten neue Regeln. Nun will die Stadt die Anwohnerparkzone ausweiten. Von Peggy Kompalla

In der Spremberger Vorstadt herrscht seit Jahresbeginn zwischen Carl-Thiem-Klinikum (CTK) und Bahnhof eine neue Park­ordnung. In fast jeder Straße gelten seither neue Regeln. Das Ziel: Anwohner, Berufstätige und Besucher sollen einen Parkplatz finden. Doch funktioniert das auch? Die Stadt zieht neun Monate später eine positive Bilanz. Allerdings ist die Arbeit noch nicht getan. Nun soll auch östlich der Thiemstraße zwischen Weinbergstraße und Theodor-Brugsch-Straße eine neue Anwohnerparkzone entstehen.

Eine Zahl verdeutlicht, wie groß die Veränderungen zwischen Bahnhof und Krankenhaus sind. 200 neue Verkehrsschilder hat die Stadtverwaltung dort aufgestellt. Ganze Straßenzüge wurden auf diese Weise zu Anwohnerparkzonen, wo nur noch Anwohner mit einem Parkausweis für die Zone Z VI ihre Autos abstellen dürfen. Bis August hat die Stadt 800 dieser Ausweise ausgegeben. An anderer Stelle ist das Parken fortan zeitlich beschränkt. Oder es muss sogar dafür gezahlt werden. Martin Gransalke vom Ordnungsamt sagt: „Die Menschen haben sich mittlerweile an die neuen Regeln gewöhnt. Sie werden gut angenommen. Die Anwohner sind froh und die Beschäftigten haben neue Wege gefunden.“

Im Laufe der vergangenen Monate hat die Stadt zudem kleinere Justierungen vorgenommen. So wurden sowohl vor der Waldorfschule an der Leipziger Straße als auch der Fröbel-Grundschule an der Welzower Straße Elternhaltestellen eingerichtet.

Die Verkehrszählungen zeigen der Stadtverwaltung jedoch, dass die neuen Regeln zum gewünschten Erfolg führen. Nur in einer Straße werde es noch einmal Änderungen geben, kündigt Martin Gransalke an. „In der Greifenhainer Straße ist der Parkraum nicht optimal ausgenutzt.“ Demnach haben die Verkehrszählungen ergeben, dass dort nur zwischen 37 und 43 Prozent der Parkplätze genutzt wurden. Gezählt wurde an vier Tageszeiten – zwischen 6 und 9 Uhr, 9 und 12 Uhr, 12 und 15 Uhr sowie 18 und 20 Uhr. Auf die gleiche Weise wurde die Parkauslastung in jeder betroffenen Straße erfasst. „Die Greifenhainer Straße ist bislang eine reine Anwohnerstraße. Wir werden deshalb einige Flächen öffnen“, erklärt Gransalke. Sprich: Es wird künftig zeitlich begrenzte Parkplätze geben. Wann sie eingerichtet werden, ist bislang unklar.

Der Bürgerverein Spremberger Vorstadt zeigt sich bei der Bilanz zur neuen Parkordnung weniger sicher. Der amtierende Vorsitzende Klaus-Peter Schupp sagt: „Es ist schwer, jetzt ein endgültiges Urteil zu fällen. Das liegt vor allem an den Baustellen in der Leipziger und der Senftenberger Straße. Erst wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, können wir sagen, ob es wirklich optimal läuft.“ Nichtsdestotrotz wird sich der Vorstand noch im Oktober mit der Stadtverwaltung zusammensetzen, um über die Erweiterung der Anwohnerparkzone auf die östliche Seite der Thiemstraße zu beraten.

Die Problemzonen in dem Bereich kennt Martin Gransalke bereits. Das sind die kleine Thiemstraße und die Theodor-Brugsch-Straße. „Dort gibt es definitiv zu wenige Parkplätze für die Anwohner“, sagt er. Eine Verkehrszählung in der Brugschstraße hat demnach ergeben, dass die Parkplätze immer zwischen 93 und 97 Prozent ausgelastet sind. Nun sucht die Stadt ähnlich wie auf der Westseite der Thiemstraße nach einer besseren Parkordnung. Allerdings schränkt Gransalke schon vorher ein: „Wir werden nicht den Anspruch erfüllen können, dass die Anwohner direkt vor ihrer Haustür einen Parkplatz finden.“