Dabei wurde an die Beratung auf den Energiespartagen der Stadtwerke angeknüpft und individuelle Fragen von Bauherren zur Errichtung und Sanierung von Gebäuden beantwortet. Die überarbeitete Ausstellung im Zentrum bot einen Überblick über energieeffiziente Baustoffe und Verfahren, technische Ausstattung von Häusern bis hin zu Solarzellen und den entsprechenden gesetzlichen Anforderungen.

Das KIC präsentierte sich als regionales Netzwerk, dessen Partner von der Beratung über die Planung bis zur Vermittlung der Umsetzung den Bauherren unterstützen. Den Energiespar-tag bei Frost und erstem Schnee anzusetzen, war für Axel Hübner vom KIC nichts Ungewöhnliches. „Die Menschen denken vor allem an die Heizung und ihre Kosten, wenn es kalt ist.“ Zudem benötigten Bauarbeiten einen nicht unerheblichen Vorlauf.

Wärmebildkamera prüft

Über eine Sanierung zu entscheiden hilft beispielsweise Holger Rieck, der sich mit seiner Firma auf Thermografie spezialisiert hat. Mit der Wärmebildkamera macht er Oberflächentemperaturen und Wärmebrücken an Fassaden, Dächern und Wänden sichtbar, die erhebliche Wärmeverluste anzeigen. „Dabei muss aber innen und außen gemessen werden und eine sorgfältige Auswertung der Daten erfolgen, um präzise Aussagen treffen zu können“, erläuterte Holger Rieck. Er ist oft mehrfach Ansprechpartner der Bauherren, beispielsweise wenn der energetische Zustand eines Hauses bewertet, die Sanierungsplanung erstellt und nach Fertigstellung die Ergebnisse zur Abrechnung einer Förderung nachgewiesen werden müssen. Das kann eine Dichtheitsprüfung einschließen. Die Wärmebildkamera hilft auch, Schimmelbefall und seine Ursachen aufzudecken und könnte künftig eingesetzt werden, Funktion und Wirkungsgrad von Solarzellen zu prüfen. Im Winter ist Holger Rieck besonders häufig mit der Wärmebildkamera unterwegs, denn die zu messenden Temperaturdifferenzen lassen sich bei Frost besonders gut darstellen.

Energiesparberater

Für Bauherren und andere Besucher der Veranstaltung begann der Kontakt zum KIC meist über ein Gespräch mit den unabhängigen Energieberatern über eine Sanierung, geeignete Baumaterialien, Dämmstoffe, Heiztechnik, Solarzellen, Wärmepumpen und Wärmerückgewinnung bis hin zu den Kriterien für ein Passivhaus. Dabei wurden auch Finanzierungen und Förderungen beispielsweise über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) angesprochen. „Unser Vorteil ist die Firmen- und Markenunabhängigkeit, die es ermöglicht, individuelle optimale Lösungen zu finden“, betonte Axel Hübner.

KIC und Bauherrenzentrum verstehen sich als Angebot an Ratsuchende, an einem Ort alle Fragen von Spezialisten beantwortet zu bekommen, energiesparende Lösungen und Partner für das Bauen zu finden.