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Erschreckende Zustände

FOTO: M. Behnke
Kommentar. Da bestätigt der Direktor des Sozialgerichtes genau das, was Sozialhilfeempfänger, Menschen mit Behinderungen und pflegende Angehörige seit Jahren anprangern: Andrea Hilscher

Sie alle können zwar ihre Rechte bei Gericht einklagen, auf unterstützende Maßnahmen, Pflegeleistungen oder Hartz IV pochen – doch wenn ihr Verfahren entschieden ist, ist es oft längst zu spät: Die Kläger sind verstorben, hilfsbedürftige Schulkinder in andere Einrichtungen abgewandert, Menschen am Existenzminimum haben sinnlos Schulden angehäuft – weil der Rechtsstaat an dieser Stelle zu spät greift. Egal, was die Gründe hierfür sein mögen: Es gehört sich nicht, Menschen über Gebühr auf ihr Recht warten zu lassen.