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| 09:19 Uhr

Mögliche Unwetter
Jetzt wird es auch im Spreewald ungemütlich

Braune Wassermassen wälzen sich am Wochenende nach heftigen Regenfällen durch den Gehringswalde in Sachsen.
Braune Wassermassen wälzen sich am Wochenende nach heftigen Regenfällen durch den Gehringswalde in Sachsen. FOTO: dpa / Andre März
Cottbus. Jetzt hat das Regenwetter fast die gesamte Lausitz erfasst. Die gute Nachricht: Ganz schwere Gewitter sind nur noch ganz selten, aber nicht ausgeschlossen. Die schlechte Nachricht: Es regnet sich in der Lausitz bis zum Abend ein. Von Bodo Baumert

Lange hat das Sommerwetter in der Lausitz gehalten. Doch am Nachmittag ist es in einigen Regionen ungemütlich geworden. Nachdem der Himmel im Raum Döbern die Schleusen geöffnet hatte, wird es jetzt ungemütlich zwischen Weißwasser und Spremberg. Und es brodelt auch weiter um Norden mächtig. Um die Klostergemeinde Neuzelle, geht die Wetterpost ab.

Sachsen ist am Wochenendende erneut von Unwettern getroffen worden. Besonders schwer wüteten die Gewitter am Samstag einmal mehr im Vogtland sowie in der Oberlausitz. In Erlbach nahe Markneukirchen an der deutsch-tschechischen Grenze fielen innerhalb von zwei Stunden 67 Liter Regen pro Quadratmeter, wie der Deutsche Wetterdienst in Leipzig auf dpa-Anfrage mitteilte. Allein in einer Stunde seien es 45 Liter gewesen. «Das ist viel zu viel. Das führt zu Überflutungen», sagte ein Sprecher.

In Hähnichen (Landkreis Görlitz) in der Oberlausitz wurden innerhalb von zwei Stunden 62 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Es sei auffällig, dass es immer wieder nur punktuell zu solch gewaltigen Regenmengen komme, sagte der DWD-Sprecher. Es sei leider nicht vorhersagbar, welche Orte es treffe und welche verschont blieben.

Im Landkreis Nordsachsen musste Oschatz 42 Liter Regen pro Quadratmeter verkraften. Auch die Region um Riesa (Landkreis Meißen) war betroffen. In Döbeln (Landkreis Mittelsachsen) waren nach heftigen Regengüssen Straßen überflutet. Dort hatte sich die Gewitterzelle auch mit Hagel entladen.

Von diesem Montag an kündigte der DWD eine Wetterberuhigung und sinkende Temperaturen an. Der Sonntag sei der letzte Tag des ganzen Ärgernisses, sagte ein Sprecher. Allenfalls in den Südteilen Sachsens könne es in der Nacht zu Dienstag noch einmal stark regnen. Die Temperaturen würden auf 20 bis 24 Grad Celsius zurückgehen.