| 02:34 Uhr

Erinnerungen an den Tag, als die Bomben auf Cottbus fielen

Cottbus. Die RUNDSCHAU-Autorin Marion Hirche hat in ihrem Buch "Wenn der weiße Flieder wieder blüht …" die Erinnerungen zahlreicher Zeitzeugen des Luftangriffs auf Cottbus am 15. Februar 1945 zusammengetragen. Peggy Kompalla

Am heutigen Mittwoch wird sie das Buch um 19 Uhr im Stadtmuseum erstmals in der Öffentlichkeit vorstellen. Darüber informiert Museumsdirektor Steffen Krestin.

Der Historiker sagt zu dem Buch: "Es ist ein beeindruckendes Buch, das wie eine Mahnung die Schrecken des Krieges schildert, persönliches Leid ebenso, wie die Schäden im Stadtbild beschreibt." Die Gesprächspartner schilderten die Eindrücke dieses schrecklichen Tages immer auch in der Reflexion, dass der Luftangriff ein Ergebnis der verbrecherischen Politik der Nationalsozialisten war. "Die Buchpremiere reiht sich deshalb auch ein in diese Woche des Erinnerns und Mahnens", betont Krestin.

Die verschiedenen Seiten des Krieges beleuchtet das Menschenrechtszentrum am Donnerstag ab 18 Uhr. Dabei werden Zeitzeugen anlässlich des 70. Jahrestages der Bombardierung von Cottbus von ihren Kriegserlebnissen in der Stadt berichten. André Vogel vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Brandenburg hält um 18.30 Uhr einen Vortrag über den Luftkrieg gegen Cottbus. Dabei berichtet er über die amerikanischen und sowjetischen Luftangriffe in den Jahren 1944 und 1945. Bei der Gelegenheit will er Fotos zeigen, die an die Ereignisse von damals erinnern.

Darüber hinaus stellt der Kampfmittelbeseitigungsdienst Bomben, Minen und Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg und der Zeit danach aus - darunter einige, die leicht mit Spielsachen verwechselt werden können.

Buchpremiere: Mittwoch, 11. Februar, 19 Uhr, Stadtmuseum, Bahnhofstraße 22.

Vortrag: Donnerstag, 12. Februar, 18 Uhr, Menschenrechtszentrum, Bautzener Straße 140.