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| 01:33 Uhr

Erdbeeren sollen für Spreewald werben

Forst. Was die Gurke für den Spreewald ist, soll jetzt auch die Erdbeere werden – ein Markenzeichen. 20 Unternehmen aus der Region beteiligen sich an der neuen Vermarktungskampagne und entwickeln neue Produkte für einen erdbeerenstarken Spreewald. Von Peggy Kompalla

Mittlerweile komme mehr als ein Drittel der Erdbeerproduktion des Landes Brandenburg aus dem Spreewald, sagt Agrarwirt Dietmar Liedtke, wissenschaftlicher Berater des Spreewaldvereins. “Das Potenzial wollen wir nutzen.„ So ist die Vermarktungskampagne “Spreewälder Erdbeer-Wellness„ entstanden, die von Spreewaldverein und Tourismusverband gesteuert und der EU gefördert wird.

“Ziel ist es, die Erdbeeren aus dem Spreewald zu veredeln, also neue Produkte zu entwickeln„, sagt Dietmar Liedtke. Damit sollen Wirtschaftskreise angekurbelt werden, neue Geschäftsverbindungen entstehen und die Dachmarke Spreewald gestärkt werden. Die Erdbeere soll also Bauern, Verarbeitungsbetriebe und Gasthäuser, aber auch Wellness-Anbieter zusammenbringen.

Noch wird es einige Wochen dauern bis die ersten Erdbeeren geerntet werden. Doch die Ideen für neue Produkte aus den Spreewälder Früchtchen sind vielfältig: Erdbeer-Quark von der Bio-Molkerei Münchehofe, Bio-Erdbeereis von der Agrargenossenschaft Spreetal in Neu Lübbenau, Erdbeer-Feinbrand von der Brennerei Schlepzig, Erdbeersaft von der Mosterei Jank in Burg oder Aufgüsse mit Erdbeer-Duft in der Spreewald Therme Burg.

Wie gut sich die Erdbeere als Spreewälder Werbeträger eignet, weiß Heidi Ruske. Die Marketingchefin der Spreewald Therme hat die Idee in ihrem Haus vor drei Jahren entwickelt, schließlich befinden sich die Erdbeerfelder gleich nebenan. “Wir sind mit dem Ort verbunden„, sagt Heidi Ruske.

Das spiegele sich auch in den Angeboten wider. So gibt es Anwendungen mit Spreewälder Kräutern, Leinöl oder Gurke - und eben auch der Erdbeere. Diese Idee hätten schnell auch Burger Hotels und Restaurants aufgegriffen, erzählt Heidi Ruske.

Nun soll sie spreewaldweit umgesetzt werden. “Wir helfen uns damit alle gegenseitig„, erklärt sie. Insbesondere die kleineren Unternehmen könnten vom Marketing-Know-How profitieren. “Denn ein kleiner Verarbeitungsbetrieb würde nie eine Radiowerbung schalten„, erklärt die Burgerin. Damit wird nicht nur für die Betriebe Werbung gemacht, sondern gleichzeitig für das Reiseziel Spreewald.

www.spreewald.de