(hil) In dieser Woche beraten die Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlung erstmals über die neue Beitragssatzung, die ab August für die vier kommunalen Horte der Stadt gelten soll. Rund 850 der 7000 Kinder, die in Cottbus eine Einrichtung besuchen, sind nach Auskunft von Sozialdezernentin Maren Dieckmann zunächst von der Neuregelung betroffen. Den freien Trägern ist dann selbst überlassen, ob sie sich an dem neuen Berechnungsmodus orientieren wollen, um aktuelle Gesetzesvorgaben umzusetzen.

Der Mindestbeitrag wird ab August nicht mehr erhoben, das gilt für alle Einkommen bis zu einer Höhe von 21 000 Euro. Ab dieser Höhe werden Elternbeiträge erhoben, bis zu einer Obergrenze von 75 000 Euro (bisher 102 000 Euro). Bei Familien mit mehreren Kindern werden die Beiträge bis zum sechsten Kind prozentual gesenkt. André Schneider, Leiter des Jugendamtes: „Allein für die städtischen Einrichtungen entgehen der Stadt Einnahmen von 210 000 Euro, die Verluste werden zum Teil vom Land ausgeglichen.“

Hochgerechnet auf alle Horte und Kitas in Cottbus gehen der Stadt durch die Neuregelungen zwischen einer und 1,5 Millionen Euro jährlich verloren.