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"Entdecken ist so einfach für uns und für die Kinder"

Die Kinder der Kita Werben haben am "Tag der kleinen Forscher" die Pflanzenwelt im Garten ihrer Kita entdeckt.
Die Kinder der Kita Werben haben am "Tag der kleinen Forscher" die Pflanzenwelt im Garten ihrer Kita entdeckt. FOTO: Marion Hirche (jul1)
Werben. Werbener Kita "Pusteblume" feiert "Tag der kleinen Forscher" mit vielen Ständen. Der nächste Workshop dreht sich um die Mathematik.

(jul1) Die Kinder der Werbener Kita "Pusteblume" haben einen ganz besonderen Tag erlebt. Eingebettet in das naturorientierte Konzept der Einrichtung fand der "Tag der kleinen Forscher" statt. Die Werbener Kita ist Nutznießer des im Jahr 2013 gegründeten regionalen Netzwerkes "Haus der kleinen Forscher", deren Träger die Industrie- und Handelskammer Cottbus ist.

Im Garten der Kita waren die Kinderpools weggeräumt, und stattdessen gab es zehn Stände zum Entdecken des Themas "Samen und Pflanzen". Der Burger Revierförster Martin Kahl hatte Bilder, Baumscheiben und Baumfrüchte mitgebracht und sich unter dem alten Kirschbaum positioniert. Während sich die kleine Ameli hauptsächlich für die Eicheln und Kastanien interessierte, wussten die Kinder aus den größeren Gruppen schon bestens Bescheid: "Hier an den Ringen kann man zählen, wie alt der Baum ist."

An der Station mit Gemeindearbeiter Mathias Birlack konnten sich die Mädchen und Jungen über Getreide informieren. Samen kosten, Stengel berühren und Arten bestimmen, das war hier angesagt. Und einer der Jungen erklärte sofort: "Das brauchen wir, um Brot zu backen."

Besonders viel Spaß hatten die Kinder mit den Naturfarben. Blüten, Erdbeeren, Kirschen, Erde - alles das wurde genutzt, um Bilder zu zaubern. "Einige Zeichnungen sind so schön geworden, sodass wir sie sicherlich mal für eine weitere Veranstaltung nutzen werden", erklärte Kitaleiterin Elvira Städter.

Auch Mitarbeiterin Julia Thiem hatte alle Hände voll zu tun: Sie betreute den Pflanzstand. Die Kinder konnten hier Samen ihrer Wahl in die mit Erde gefüllten Joghurt-Becher stecken. "Ich mag Bohnen, deshalb habe ich eine Buschbohne gesteckt", verriet die kleine Lilli. Vorschulkind Milou entschied sich für einen Zuckerschotensteckling. Nebenan konnten die Kinder beobachten, wie aus einem Samenkorn eine Pflanze wächst. Hortkinder hatten im Vorfeld der Veranstaltung Pflanzen an verschiedenen Tagen in einen gläsernen Kasten. Jetzt waren die Unterschiede der Keimlinge gut sichtbar.

Ein besonderes Aha-Erlebnis gab es nicht nur für die Knirpse, sondern auch für die Erwachsenen: Samenkörner unterm Mikroskop. Hier half Mita Roß den Mädchen und Jungen. Sie ist die Netzwerkkoordinatorin der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" für Cottbus und Spree-Neiße. "Die Kita Werben ist sehr aktiv mit solchen Projekten. Mittlerweile kommen nicht nur die verantwortlichen Mitarbeiter zu den Schulungen für unsere Projekte, sondern alle Kollegen", betonte sie. Warum das so ist, begründete Marlen Kossack: "Es macht Spaß. Das Entdecken begeistert einen selbst. Und wenn man das dann auch noch weitergeben kann, ist es doppelt schön."

Gemeinsam mit Matthias Voigt leitet die junge Erzieherin das Projekt der kleinen Forscher in der "Pusteblume". "Natur mit allen Sinnen erleben, das ist unser Ziel. Deshalb gibt es bei uns Hochbeete mit Kräutern, ein Gewächshaus mit Tomaten, Sträucher zum Naschen, also alles zum Schmecken, Riechen, Kosten für unsere Schützlinge. Entdecken ist so einfach für uns und für die Kinder, man muss es nur machen", betonte gestern Kitaleiterin Elvira Städter.

In den nächsten Wochen laufen weitere Workshops des Netzwerkes: Am 18. Juli und 21. September geht es zum Beispiel um das Thema "Mathematik entdecken". Bei Interesse können sich Pädagogen und Eltern unter der Telefonnummer 0172 1633399 oder per Mail unter kleine-forscher@cottbus.ihk.de informieren.