Die Reaktion von Trainer Markus Crüger klingt erst einmal widersprüchlich. "Es war ein fantastisches Spiel", sagte der Trainer der Frauenmannschaft des SV Energie Cottbus nach der Niederlage gegen Pädagogik Schönebeck. Auf den zweiten Blick muss man ihm recht geben. Das junge und neu formierte Team, das nach dem Titelgewinn in dieser Saison etliche Abgänge verkraften muss, zeigte am Samstag im ersten Heimspiel in der Turnhalle Poznaner Straße Volleyball auf hohem Niveau.

Anderthalb tunden lang wehrten sich die Frauen gegen die Niederlage. Mit 24:26, 22:25 und 23:25 wurden die Sätze denkbar knapp abgegeben. Im Block und im Aufschlag war Energie sogar das bessere Team. In der Annahme, die entscheidend für einen guten Spielaufbau ist, hätten sich aber zu viele Fehler eingeschlichen, analysiert Trainer Crüger.

Nach der kräftezehrenden Partie stellte sich der Coach auch nach der 0:3-Niederlage einen Tag später beim VC Olympia Berlin vor sein Team. "Wir wussten, dass es schwer wird. Ich mache da überhaupt keinen Vorwurf." Eine starke Gegenspielerin fanden die Cottbuser in Kathrin Temtschina, die in der vergangenen Saison noch für Energie aufgeschlagen hat und nun in die Hauptstadt gegangen ist. Am kommenden Samstag fährt der SV Energie zum VSV Grün Weiß Erkner, bevor es am 1. Oktober zum nächsten Heimspiel gegen den TSV Schwedt (19 Uhr) kommt.

Die Herren des SV Energie Cottbus, Aufsteiger in die Regionalliga Nordost, haben indes ihr zweites Spiel der Saison auswärts beim Berliner VV gewinnen können. Den Vorjahres-Siebenten bezwangen die Cottbuser nach 82 Minuten mit 3:1 Sätzen (25:23, 25:14, 24:26, 25:23) und konnten so ihren ersten Saisonsieg in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands feiern.

Nach der kämpferischen Leistung bei der Heimpremiere zeigte sich der Liganeuling vor allem in Block und Angriff verbessert und konnte trotz einiger zwischenzeitlicher Schwächephasen den Gastgeber in Berlin dominieren.

Am kommenden Samstag steht beim Heimspiel der CV Mitteldeutschland, der in der vergangenen Saison Meister der Regionalliga wurde, als nächster Gegner am Netz. Energie erwartet daher Spannung und guten Volleyball ab 18 Uhr in der Poznaner Straße. Der Eintritt ist frei.