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| 15:45 Uhr

Tradition
Endspurt für die Jubiläumsfastnacht in Burg

Christa Dziumbla formt aus den uralten Tüchern von Familie Thom wieder eine neue Haube für die Jubiläumsfastnacht.
Christa Dziumbla formt aus den uralten Tüchern von Familie Thom wieder eine neue Haube für die Jubiläumsfastnacht. FOTO: Marion Hirche
Burg. In Burg wird in diesem Jahr meine Jubiläumsfastnacht gefeiert. Zum 125. Mal treffen sich die Paare, um den Winter auszutreiben. Bereits am Samstag, 13. Januar, sind die jungen Leute in bunten Kostümen im Dorf unterwegs, besuchen die Einwohner und verbreiten fröhliche Zamperstimmung. Nach guten alten Brauch werden Eier und Speck gesammelt und nach neuen Brauch auch Geld.  Am 20. Januar erlebt das Spreewalddorf dann den Festumzug. Die Paare werden die sorbisch/wendischen Festtagstrachten tragen. Wie in keinem anderen Dorf werden die meisten Frauen auch die traditionellen großen Burger Hauben auf dem Kopf haben. Da es um ein Jubiläum geht, werden Jugend- und verheiratete Paare gemeinsam feiern. Bis jetzt haben sich schon 135 angemeldet, die dann ab 14 Uhr ab Burger Festplatz durchs Dorf ziehen werden. Von Marion Hirche

In Burg wird in diesem Jahr meine Jubiläumsfastnacht gefeiert. Zum 125. Mal treffen sich die Paare, um den Winter auszutreiben. Bereits am Samstag, 13. Januar, sind die jungen Leute in bunten Kostümen im Dorf unterwegs, besuchen die Einwohner und verbreiten fröhliche Zamperstimmung. Nach guten alten Brauch werden Eier und Speck gesammelt und nach neuen Brauch auch Geld.  Am 20. Januar erlebt das Spreewalddorf dann den Festumzug. Die Paare werden die sorbisch/wendischen Festtagstrachten tragen. Wie in keinem anderen Dorf werden die meisten Frauen auch die traditionellen großen Burger Hauben auf dem Kopf haben. Da es um ein Jubiläum geht, werden Jugend- und verheiratete Paare gemeinsam feiern. Bis jetzt haben sich schon 135 angemeldet, die dann ab 14 Uhr ab Burger Festplatz durchs Dorf ziehen werden.

So viele Teilnehmerinnen, das heißt für Christa Dziumbla noch viel Arbeit  bis zum 20. Januar. Die Trachtenstickerei muss noch vier Hauben stecken. Sie ist so ziemlich die einzige, die das Herstellen der besonderen Burger Hauben noch beherrscht. Für die Burger Modelle werden vier bestickte und mit Spitze versehenen Tücher, hunderte Nadeln und Pappunterlagen gebraucht. In stundenlanger Arbeit faltet die Burger Seniorin die Hauben. Die Zutaten bekommt sie von den Trägerinnen. Die meisten haben die nötigen Tücher geerbt. So auch Kira Thom. Die 14-Jährige wird erstmals an der Fastnacht teilnehmen. Ihre Oma Marlies hat ihr geholfen Sie hat  darauf aufmerksam gemacht, dass auf dem Boden noch Trachten liegen. So ist Kira zur fast passenden Tracht  von den Vorfahren gekommen. Auch die Haube stammt aus diesem Fundus. Die Thoms haben die Haube auseinander genommen und sie gewaschen. „Die ist so schön, der Stoff hat eine schöne Farbe, so natürlich beige und die Stickerei mit den Rosen ist auch was Besonderes.“ Die 14-Jährige ist Mitglied in der Burger Jugend, wurde so dazu gebracht, die Tradition ihrer Großeltern wieder aufzugreifen. Nicht nur sie freut sich auf den Festumzug am 20. Januar: Auch ihr Vater Michael wird stolz seine Tochter in der hübschen Tracht beim Umzug verfolgen: „Das ist doch was Gutes, wenn die jungen Leute die Traditionen aufgreifen. Die Haube, die Kira tragen wird, ist möglicherweise sogar von der Uroma und damit fast 100 Jahre alt.“