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| 13:23 Uhr

Amtsgericht
Ende-Gelände-Demo nach Prozessabsage in Cottbus

Schon bei ihrer Ankunft in Cottbus demonstrierten die Aktivisten von Ende Gelände am Cottbuser Bahnhof – und verteilten danach Bilder der Aktion auf Twitter.
Schon bei ihrer Ankunft in Cottbus demonstrierten die Aktivisten von Ende Gelände am Cottbuser Bahnhof – und verteilten danach Bilder der Aktion auf Twitter. FOTO: Ende Gelände
Cottbus. Wegen Hausfriedensbruch sollte am Donnerstag ein Aktivist der Gruppe Ende Gelände vor dem Amtsgericht Cottbus erscheinen. Als eine größere Gruppe auftauchte, wurde die Verhandlung abgesagt. Stattdessen wurde am Leag-Turm demonstriert. Von Bodo Baumert

Wie das Amtsgericht Cottbus gegenüber der RUNDSCHAU bestätigt, sollte am Donnerstsgmorgen eine Verhandlung wegen Hausfriedensbruch zum Schaden der Leag am Amtsgericht verhandelt werden. Allerdings erschien vor Ort nicht nur der Beschuldigte sondern auch eine Reihe weiterer Aktivisten der Gruppe „Ende Gelände“. Angesichts der Menge habe sich die Richterin außer Stande gesehen, eine ordentliche Verhandlung durchzuführen und den Termin abgesagt, so Sprecherin Margarita Kellner gegenüber der RUNDSCHAU.

„Der Zutritt zum Gerichtssaal am Amtsgericht Cottbus wird uns verwehrt. Das Gericht hat Angst vor Öffentlichkeit“, twitterten die Aktivisten von Ende Gelände am Morgen.

Das Amtsgericht bat die Polizei um Hilfe, da die Gruppe das Amtsgericht nicht verlassen wollte. Daraufhin zog die Gruppe weiter zum Verwaltungsgebäude der Leag und demonstrierte dort mit vorbereiteten Plakaten. „Wir klagen an: Leag für ihr Verbrechen an Menschen in der Lausitz und weltweit vor Gericht stellen“, forderten die Aktivisten.

Gegen 13 Uhr wurde die Versammlung laut Informationen der Polizei beendet. Zu Vorfällen sie es nicht gekommen, so Polizeisprecherin Ines Filohn.

2016 war das das Bündnis „Ende Gelände“ mit seinen Protesten in der Lausitz negativ in die Schlagzeilen geraten. 2000 Aktivisten stürmten das Kraftwerk Schwarze Pumpe und blockierten Gleise der Kohlebahn. Die gewalttätigen Bilder sorgten deutschlandweit für Schlagzeilen.