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| 16:49 Uhr

Wirtschaft
Das Auenland wird lebendig

Nach langem Zögern eröffnete Elbenwald vor knapp einem Jahr auch in der Heimatstadt Cottbus einen Laden. Und das war kein Fehler. Alexander Lapeta: „Er läuft gut und trägt seinen Teil zum Umsatz bei.“
Nach langem Zögern eröffnete Elbenwald vor knapp einem Jahr auch in der Heimatstadt Cottbus einen Laden. Und das war kein Fehler. Alexander Lapeta: „Er läuft gut und trägt seinen Teil zum Umsatz bei.“ FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Die Macher von Elbenwald aus Cottbus planen ein eigenes Fantasy-Festival. Von Daniel Steiger

Deutschlands führender Anbieter von Fanartikeln für Kino, TV und Co, Elbenwald aus Cottbus, will in diesem Sommer Neuland betreten. Nachdem der einstige Internet-Versandhändler vor einigen Jahren mit der Eröffnung von Elbenwald-Läden (mittlerweile gibt es 35) den Schritt aus dem Netz in die reale Einkaufswelt gewagt hat, soll im August das erste Elbenwald-Festival stattfinden. Vom 9. bis 11. August sollen bis zu 15 000 Leute im Eventpark Luhmühlen südlich von Hamburg in die fantastische Welt der Elbenwaldler eintauchen. Alexander Lapeta, einer von drei Elbenwald-Geschäftsführern, zur Motivation, ein solches Festival ins Leben zu rufen: „Wir verkaufen eben mehr als nur Zauberstäbe, wir verkaufen auch Emotionen. Wir haben erlebt, was passiert, wenn wir einen Laden aufmachen. Das war ein Indiz, dass wir in dem Bereich etwas ausprobieren müssen.“ Bei der Laden-
eröffnung in Cottbus vor knapp einem Jahr bevölkerten Hunderte Kostümierte einen ganzen Samstag die Sprem.

Diesen emotionalen Nerv hoffen die Macher von Elbenwald auch mit ihrem Festival zu treffen. Lapeta: „Es soll eine Mischung aus Festival und Convention werden.“ Bands und Musiker werden spielen, Schauspieler Autogramme schreiben, Workshops werden angeboten. In Anlehnung an die magische Welt von Harry Potter können Interessierte sich selbst Zauberstäbe basteln, Zaubertränke brauen, lernen, wie man auch ohne fliegenden Besen Quidditch spielt. Auch die eigenen schauspielerischen Fähigkeiten, die Fertigkeiten im Schwertkampf oder Bogenschießen und vieles mehr können getestet und erweitert werden. Als einer der bekanntesten Namen wird der US-Schauspieler Tom Felton angekündigt. Er spielte in den Harry-Potter-Filmen den blonden Fiesling Draco Malfoy und will beim Elbenwald-Festival beweisen, dass er auch musikalisch Magisches zu bieten hat.

Mit dem Konzept scheint Elbenwald den Geschmack der Kundschaft zu treffen. Lapeta: „Wir sind mit unseren Plänen verhältnismäßig spät an die Öffentlichkeit gegangen. Das lag auch daran, dass wir als Anfänger in dem Segment den Arbeitsaufwand etwas unterschätzt haben. Jetzt aber stehen die ersten Namen von Bands und Schauspielern fest, und die Reaktionen unserer Kunden sind sehr positiv.“

Professionelle Unterstützung haben sich die Elbenwaldler von den Organisatoren des Deichbrand-Festivals geholt. Lapeta: „Die übernehmen für uns die komplette Infrastruktur, bauen quasi eine eigene kleine Stadt auf.“ Wenn Alexander Lapeta vom Festival-Gelände berichtet, gerät er ins Schwärmen: „Das ist eines der schönsten Deutschlands. Mit kleinen Bauminseln, Teichen und viel Wald sieht es ein bisschen aus wie das Auenland.“

Ein klein wenig Erfahrung mit der Organisation von Veranstaltungen haben die Cottbuser vor einigen Jahren mit dem Elbenwald-Spektakel gesammelt. Hier haben sich einmal im Jahr bis zu 300 Leute zum Tanzen, Fachsimpeln und Ausprobieren auf einer mittelalterlichen Burg getroffen. Im Vergleich zum jetzt anstehenden Vorhaben klingt das aber eher nach einem gemütlichen Familientreffen. Und sollte das Festival im Sommer keine „absolute Katastrophe für uns werden“, verspricht Alexander Lapeta, dass Fortsetzungen durchaus erwünscht und angedacht sind.

Weitere Informationen gibt es  unter www.elbenwald.de/festival