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| 21:56 Uhr

Eklat um Cottbuser Kickboxer

Im Bild wirft der Meister der 2. K1 Kickboxnacht (2011) Mario Schulze einen Medizinball an die Wand.
Im Bild wirft der Meister der 2. K1 Kickboxnacht (2011) Mario Schulze einen Medizinball an die Wand. FOTO: Johannes Koziol (Johannes Koziol)
Cottbus. Die Kickbox-Nacht am Samstag in der Lausitz-Arena in Cottbus wird vom Verdacht rechtsradikaler Kontakte des Cottbuser Spitzenkämpfers überschattet. Die Stadt Cottbus erwartet vom veranstaltenden Verein Aufklärung. Simone Wendler

Seit Dienstagabend liegen der Cottbuser Rathausspitze Informationen vor, wonach nicht nur ein inzwischen ausgeschlossener Kämpfer des Cottbuser Kickbox-Teams, sondern auch ein weiteres Vereinsmitglied an einer "Hitler-Gedenkfahrt" nach Mallorca im Mai 2011 beteiligt war. Der Sportler hatte einen Strafbefehl wegen Volksverhetzung erhalten. Das bestätigte am Donnerstag der Cottbuser Beigeordnete Lothar Nicht (Linke). "Bei dem Turnier wird deshalb kein Vertreter der Stadt anwesend sein", kündigte er als Konsequenz an.

Bei dem belasteten Kickboxer handelt es sich um Mario Schulze, der am Samstagabend um den Europameistertitel kämpfen will. Schulze hat gegenüber der RUNDSCHAU den Verdacht rechtsextremer Gesinnung zurückgewiesen.

Unterstützung hat der Kickboxer am Donnerstagabend von seiner Vereinsspitze erhalten. Die erklärte, sie habe keinen Zweifel an der Darstellung des Athleten, er sei im Glauben einer "Sommerfahrt" mitgereist und habe das volksverhetzende T-Shirt nicht getragen, sondern ausschließlich in seinem Koffer verstaut. Gegen den Strafbefehl habe er sich nicht gewehrt, um "die Sache schnell zu beenden".

Der Verein kündigte an, dass Schulze am Samstagabend zu seinem Kampf antritt, sich jedoch zu dem Vorfall erklären und erneut von rechtsradikalem Gedankengut distanzieren wird.

Das Kickbox-Team Cottbus trainiert zahlreiche Kinder und Jugendliche und kämpft seit Jahren um ein seriöses Image.

Mehr zu dem Thema lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der RUNDSCHAU.