Dargestellt wird, wie ein junger Pole und ein Neonazi in der selben Arrestzelle landen. Es ist ein Stück, das aufrütteln soll gegen Intoleranz, Frem denfeindlichkeit und Gewalt.
Es geht nicht um ein paar Scherben in einem vergammelnden Pavillon. Es geht darum, dass es den neuen Braunen wieder einmal gelungen ist, das Bild dieser Stadt zu beschmutzen. Wieder einmal ist es Zeit, dass Cottbus sich laut und deutlich von diesen Tätern abgrenzt. Die Neonazis sollen wissen, dass sie hier vor allem Ekel hervorrufen und ihre Taten mit gutem Grund in Nacht und Nebel tarnen.
Wie junge Leute aus Deutschland und Polen sich in Cottbus hoffentlich immer öfter begegnen werden, das zeigte der Auftakt zur Young, Fun and Future-Messe. Schulpartnerschaften zu Zielona Gora, Begegnungen von Vereinen und Feuerwehren, Berufsgruppen und Wirtschaftsorganisationen tragen erste Früchte. Dass ein Fünftel der Aussteller aus Polen kommt, ist ein enormer Anteil. Spürbar war, dass im Verhältnis der Jugend beiderseits der Staatsgrenze langsam eine Annäherung stattfindet, wie sie zwischen Deutschland und Frankreich gang und gäbe ist. Das fällt jungen Menschen leichter als älteren.
Für Cottbus in seiner Grenzlage ist eine mit Verstand und Herz vollzogene Freundschaft mit dem Nachbarn ein Muss für die Zukunft. Die dumpfen Neonazis schaden der Stadt ernsthaft. Sie gehören bekämpft und isoliert.