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| 15:55 Uhr

Hänchen
Unendliche Geschichte um Dorfgemeinschaftshaus

 Rund 40 Hänchener nahmen am Donnerstagabend  an einer Einwohnerversammlung im Kolkwitzer Ortsteil Hänchen im „Böhmischen Rasthof“ teil.
Rund 40 Hänchener nahmen am Donnerstagabend an einer Einwohnerversammlung im Kolkwitzer Ortsteil Hänchen im „Böhmischen Rasthof“ teil. FOTO: Hirche Marion / Marion HiMarion Hircherche
Hänchen. Einwohnerversammlung in Hänchen Von Marion Hirche

Rund 40 Männer und Frauen folgten der Einladung des Ortsbeirates im Kolkwitzer Ortsteil Hänchen zur Einwohnerversammlung in den „Böhmischen Rasthof“. Dabei stellten sich die Kandidaten für den neu zu wählenden Ortsbeirat und die beiden Vertreter des Ortsteiles vor, die für die Gemeindevertretung kandidieren.

„Mir hat die Arbeit in dem Kolkwitzer Parlament richtig Spaß gemacht. Zwei, drei Jahre habe ich gebraucht, um mich reinzufinden. Aber jetzt, nach fünf Jahren habe ich richtig Bock drauf, weiter zu machen“, sagte Birgit Paulick. Auch Rainer Vetter will erneut antreten. Bodo Stellmacher stellt sich wieder der Wahl in den Ortsbeirat, auch Birgit Paulick will hier weitermachen. Die 39-jährige Janine Grasmé stellte sich als neue Kandidatin vor: „Ich bin 2009 nach Hänchen gezogen,  arbeite an einer Bildungseinrichtung, habe zwei Kinder und fühle mich sehr wohl hier. Damit das so bleibt, möchte ich mich engagieren“.

Im Mittelpunkt des Abends stand aber die unendliche Geschichte des Hänchener Dorfgemeinschaftshauses. Bereits beim Oktoberfest der Großgemeinde Kolkwitz hatte der damalige Bürgermeister Fritz Handrow den Baustart für das letzte Dorfgemeinschaftshaus in der Großgemeinde bekannt gegeben.

Seitdem wurde aber nicht gebaut. Bodo Stellmacher informierte über die Gründe. Er selbst hatte sich beim Bauamt in Vorbereitung auf die Einwohnerversammlung schlau gemacht: „Am 27. Oktober 2016 wurde ein Antrag auf Zuwendung aus dem Förderprogramm Kommunales Infrastrukturprogramm gestellt. Im März 2017 gab es einen Zuwendungsbescheid. Seitdem gab es mehrere neue Anträge auf Zuwendungen, es gab Genehmigungen, Ablehnungen. Fakt ist, dass jetzt die Genehmigung für den Bau der Fahrzeughalle für die Feuerwehr vorliegt, aber der Mehrzweckgebäudeteil auf Grund fehlender Förderzusagen nach wie vor auf Eis liegt“. Dieser Stand der Dinge sorgt für Unmut. So haben die Teilnehmer beschlossen, bei der nächsten Gemeindevertretersitzung den Wunsch der Hänchener nach Baubeginn zu unterstreichen. Das Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehrfahrzeughalle soll zwischen der alten Schule und dem Grundstück Mönch auf Gemeindeland entstehen.

Nachfragen gab es zudem zum Bau von Radwegen und zur Errichtung eines Funkturmes.