Cottbuser Eltern stehen nach wie vor auf alte deutsche Vornamen. Inzwischen allerdings modern: Mia (12 Kinder) und Lina (10) sind die Top-Namen, die im Jahr 2019 in die Geburtsurkunden der Mädchen eingetragen worden sind. Das hat das Standesamt der Stadt Cottbus bekanntgegeben.

Mia ist laut Namensforschern eine Kurzform von Maria, die als Mutter von Jesus symbolisch für die tiefe und reine Liebe steht. Im Hebräischen bedeutet der Name: Wunschkind. Bereits seit dem Jahr 2007 zählt Mia zu den beliebtesten weiblichen Vornamen in Deutschland, auch in Doppelnamen. Diese werden auch in Cottbus zunehmend gewählt, inzwischen von etwa einem Drittel der Eltern (2019: für 410 Neugeborene).

Der Name Lina ist bis in die 1930er-Jahre häufig vergeben, dann vergessen worden und seit 1980 wieder aufgelebt. Seit etwa zehn Jahren steht Lina, im Altdeutschen bedeutet das Wort „sanft“, in Deutschland wieder stabil in den Listen der beliebtesten Vornamen. In Cottbus tragen zehn Mädchen des Jahrganges 2019 diesen Namen – gefolgt von Emilia (9), Charlotte und Johanna (8).

Moritz ist in Cottbus bei den Jungen der Namenshit

Bei den Jungen-Namen in Cottbus der Spitzenreiter: Moritz. Namensforscher erklären, dass der Name durch die Kindergeschichte „Max und Moritz“ von Wilhelm Busch bekannt und vor allem so beliebt geworden ist. Allerdings hat der Dichter und Zeichner seine Bildergeschichte mit den sieben Bubenstreichen schon 1865 erstveröffentlicht. Und Moritz hat es seitdem bis heute nicht auf Rang 1 der beliebtesten Vornamen geschafft – sehr wohl aber in Cottbus im Jahr 2019. Zehn der mehr als 1000 Neugeborenen des Jahrganges heißen Moritz.

Ben bleibt weiter an der Spitze der Namenshitliste

Ben indes hält sich deutschlandweit seit dem Jahr 2011 als beliebtester Jungen-Name überhaupt. Er ist besonders oft vergeben in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Der Name Ben bedeutet „Sohn des Glücklichen“. In Cottbus landet er auf der Skala der beliebtesten Namen auf Platz 2 – gemeinsam mit Leon (8).

Der kleine „Löwe“ wurde bis Anfang der 1990er-Jahre als Name in Deutschland wenig vergeben. Von 1999 bis 2010 war Leon durchgehend dann immer unter den zehn am häufigsten vergebenen Vornamen für männliche Säuglinge, in drei Jahrgängen auf Platz 1.

Mohammed ist im Jahr 2019 der dritthäufigst vergebene Jungen-Name (7) gewesen.

Das männliche Pendant zu Lina, Linus, der Name entstammt der griechischen Mythologie und geht auf den Sohn des Apollon zurück, ist übrigens auch in Cottbus sehr beliebt. Frei übersetzt ist die häufigste Interpretationen von Linus „der Jammernde“. Seit 1990 gehört Linus zu den beliebtesten Kindernamen zwischen Ostsee und Bayrischem Wald. In Cottbus landet er aktuell auf Rang 4 mit Max, Paul, Felix, Fritz, Noah, Theo, Willi und Matteo.

Chancen für Namensvetter auf Schulbank in Cottbus gering

Die Chance, dass von den lieben Kleinen in einigen Jahren mehrere mit dem gleichen Vornamen in einer Kindergarten-Gruppe oder Schulklasse landen, ist in Cottbus statistisch gesehen relativ gering. Die Eltern-Generation der Christians, Jans sowie Annas, Julias und Nicoles hatten deutlich höhere Chancen, mit gleichnamigen Kindern die Schulbank zu drücken.

256 Mädchen und 214 Jungen des Jahrganges 2019 in Cottbus haben von ihren Eltern übrigens einen Vornamen erhalten, der nur einmal vergeben worden ist.

Zahlen & Fakten aus der Cottbuser Einwohner-Statistik


In der Stadt Cottbus leben derzeit 99614 Einwohner (Stand: 12/2019), davon Männer 48 753 und Frauen 50 861.

Im Dezember 2019 hatte das Standesamt 37 369 Cottbuser als verheiratet, 43 472 als ledig und 67 in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft registriert.

Der Altersdurchschnitt lag zum Jahresende 2019 bei 46,5 Jahren. Dabei waren Männer im Durchschnitt 44,6 und Frauen 48,4 Jahre alt.

Die Cottbuser Ortsteile mit dem höchsten Altersdurchschnitt sind Madlow (53,0 Jahre), Kiekebusch (50,8), Sandow (50,6), Spremberger Vorstadt (50,0). Die jüngsten Ortsteile sind Ströbitz (Durchschnittsalter: 41,9 Jahre) und Mitte (42,2).