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| 18:35 Uhr

Ruben
Eine Sitzgruppe für die Rubener Kameraden

Probesitzen auf der neuen Feuerwehrbank am „Gerätehaus-Konsum“ in Ruben: Werbens Bürgermeister Achim Dieke (r.) und Rubens Gemeindevertreter Uwe Noack mit Enkelin Lina.
Probesitzen auf der neuen Feuerwehrbank am „Gerätehaus-Konsum“ in Ruben: Werbens Bürgermeister Achim Dieke (r.) und Rubens Gemeindevertreter Uwe Noack mit Enkelin Lina. FOTO: Marion Hirche
Ruben. Sorge um die ausreichende Ausstattung und das Personal der Feuerwehr wächst im Amt Burg. Von Marion Hirche

Bürgermeister Achim Dieke hat dieser Tage ein Versprechen vom vergangenen Winter eingelöst: Er hat mit Unterstützung der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Werben den Rubener Feuerwehrleuten eine hölzerne Sitzgruppe übergeben. Ruben ist ein Ortsteil der Gemeinde Burg.

„Bei der Jahreshauptversammlung haben die Rubener den Wunsch geäußert, dass sie auch so eine Sitzgruppe haben wollen wie ihre Kollegen aus Werben, und das habe ich ihnen dann zugesagt“, erklärt Bürgermeister Achim Dieke. Die Gemeinde besitzt Holzvorräte von den im Gutspark gefällten Bäumen, und daraus haben einige Werbener, auch der Bürgermeister, die beiden Bänke und den Tisch gebaut. Das hölzerne Ensemble wurde mit einem Fahrzeug  nach Ruben gebracht, Werbener Feuerwehrmitglieder haben beim Tragen der nicht gerade leichten Sitzgelegenheit geholfen. Jetzt steht sie vor dem alten Dorfkonsum. Hier haben die Rubener Floriansjünger ihr bescheidenes Domizil. Das Bier nach dem Einsatz  können sie in Zukunft nun auf ihrer Bank vor dem Gebäude genießen. Immerhin 16 Leute haben hier Platz.

„Darüber freuen wird uns natürlich sehr“, betont Uwe Noack, Rubener Gemeindevertreter in Werben. „Mir war die Umsetzung meines Versprechens sehr wichtig, denn die Rubener Kameraden haben so ein kleines Dankeschön auf alle Fälle verdient. Sie sind immer da, wenn es zum Einsatz geht. Es ist Verlass auf sie“, hebt Achim Dieke hervor.

Vor Kurzem ist das allerdings schief gegangen. Als bei Guhrow ein schwerer Verkehrsunfall passierte, konnte die Werbener Feuerwehr nicht ausrücken, weil keiner der vier Löschfahrzeugführer zur Verfügung stand. „Das stimmt natürlich nachdenklich, die Personaldecke wird immer dünner. Wir haben jetzt zwar wieder eine Jugendfeuerwehr – auch mit Nachwuchs aus Ruben und Guhrow – die regelmäßig Ausbildungstermine hat. Aber die Lücke kann so nicht geschlossen werden“, erklärt der Bürgermeister.

Achim Dieke ist auch Amtsausschussvorsitzender und hat in puncto Feuerwehr natürlich das gesamte Amt Burg im Blick. „Wir brauchen mehr Unterstützung vom Land für die Ausrüstung unserer Kameraden“, fordert er. Und begründet: „Die Gerätehäuser sind alt und kaum geeignet für moderne Technik, die Fahrzeuge haben schon viele Jahre auf dem Buckel. Das Tanklöschfahrzeug in Burg rostet schon durch und wird so zur Gefahrenquelle für unsere Kameraden. Von der Versicherung werden extra Räume für die Schutzbekleidung der Kameraden und neue Sanitärräume gefordert. Es fehlt einfach das Geld, um das für alle Wehren bei uns im Amt umzusetzen. Ganz zu schweigen von den Kosten für neue Schutzbekleidung und neue Fahrzeuge. Außerdem muss das Ehrenamt Feuerwehr attraktiver werden, sonst stehen wir in Zukunft vor ernsthaften Problemen“, betont Achim Dieke – wohl wissend, dass hier auch das Amt Burg aktiver werden kann.