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| 18:43 Uhr

Cottbus
Schnapsidee macht Furore im Stadtmuseum Cottbus

Alexander Miller, Mitglied des Historischen Heimatvereins Cottbus, ist leidenschaftlicher Sammler von Melde-Produkten. Er führt durch die Ausstellung. Die Geschenkbox mit Skatspiel, einer Flasche Doppelkorn einem Notizblock nebst Stift dürften einige Lausitzer noch kennen.
Alexander Miller, Mitglied des Historischen Heimatvereins Cottbus, ist leidenschaftlicher Sammler von Melde-Produkten. Er führt durch die Ausstellung. Die Geschenkbox mit Skatspiel, einer Flasche Doppelkorn einem Notizblock nebst Stift dürften einige Lausitzer noch kennen. FOTO: Tino Schulz
Cottbus. Sonderausstellung zu 270 Jahren Melde-Korn öffnet.

Der Cottbuser Melde-Korn hat es ins Stadtmuseum geschafft. Am Mittwoch wird eine entsprechende Sonderausstellung eröffnet. Federführend konzipiert und gestaltet wurde sie von Alexander Miller vom Historischen Heimatverein Cottbus. Zahlreiche private Sammler unterstützen die Schnapsidee „270 Jahre Cottbuser Melde-Korn“. Unterhaltsam, informativ und genussvoll wird darin ein besonderer Teil der Stadtgeschichte erzählt.

Dabei steht ganz am Anfang gar kein Schnapsbrenner, sondern ein Tuchmacher. Mattheus Melde kaufte im Jahr 1748 für 1750 Taler das Haus Spremberger Straße 25 mit Brennerei und Malzhaus. Seither wurde unter seinem Familiennamen neben dem gebrauten Bier auch Schnaps gebrannt worden. Doch es war erst sein Nachfahre Theodor Gustav Melde, der im 19. Jahrhundert das Geschäft massiv ausbaut. Er wurde im Jahr 1874 der größte Brennereibesitzer in Cottbus – und verkaufte das Unternehmen. Die große Fabrik an der heutigen Bebelstraße errichteten seine Unternehmensnachfolger. Der Name Melde blieb bis zum Ende des Betriebs im Jahr 1996. Zu der Ausstellung gibt das Stadtmuseum ein kleines Begleitheft heraus.

„270 Jahre Cottbuser Melde-Korn“
Ausstellungseröffnung
Mittwoch, 2. Mai, 19 Uhr,
Stadtmuseum Cottbus

(pk)