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Eine Liebeserklärung an die Hausmusik

Musik im Blut: Papa Michael Schlottke (Kopf der Band Sonnbrand) musizierte am Samstag mit Tochter Lilly und Sohn Hannes.
Musik im Blut: Papa Michael Schlottke (Kopf der Band Sonnbrand) musizierte am Samstag mit Tochter Lilly und Sohn Hannes. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Gleich am Anfang erklang an diesem Nachmittag das wunderschöne Liebeslied "Aura Lee" (bekannt auch als "Love me Tender"), gespielt vom BTU-Veranstaltungstechniker Michael Schlottke (Bass) sowie seinen Kindern Lilly (Klavier) und Hannes (Schlagzeug). So war der Eröffnungsbeitrag des 1.Familientages der Academy of Music zugleich auch eine Liebeserklärung an die Hausmusik. Michael Helbig / mih1

Eineinhalb Stunden lang musizierten Eltern gemeinsam mit ihren Kindern, die hier eine Ausbildung an verschiedenen Musikinstrumenten erhalten, unterstützt von ihren Musiklehrern. "Schon viele Jahre hatten wir die Vision, die familiär miteinander verbundenen Musikschüler und ihre Eltern musikalisch zusammen zu bringen und zum gemeinsamen Musizieren anzuregen", erklärte die Chefin der Academy of Music, Katherina Bärwinkel, gleich zu Beginn. "Oft waren die Eltern unserer jetzigen Musikschüler selbst Musikschüler bei uns und es ist schön, wenn sich die Tradition der Hausmusik fortsetzen kann."

So spielten an diesem Nachmittag Silvia Dahms und ihr Sohn Lucas gemeinsam mit Gitarrenlehrer Bodo Gitarrenstücke von Simon&Garfunkel, Nadine Wiesner und Sohn Nico ein vierhändiges Klavierstück, die Geschwister Karl, Charlotte und Max Keller ein Stück für zwei Klaviere und ein Schlagzeug. Dass man für Hausmusik nie zu alt ist, zeigten Birgit Peschmann und Mario Horn, die unterstützt von den Musiklehrerinnen Mandi Berger (Gitarre) und Dorota Klose (Querflöte) begleitet wurden. Die Verkäuferin und der Maschinenführer spielten auf zwei Keyboards das Stück "Morning Has Broken". Auch wenn sie zu Hause gern musizieren, so war dies jedoch ihr erster öffentlicher Auftritt. Und sie meisterten ihn mit Bravour. "Klar waren wir etwas aufgeregt", bekannten die beiden "Haus-Musiker" nach ihrem Auftritt. "Es ist etwas anderes, zu Hause, so für uns zu spielen oder in der Öffentlichkeit. Es ist schön, dass die Musikschule solch einen Musiknachmittag organisiert hat," erklärten sie.

Zur Ankündigung des Cat-Stevens-Stückes von Birgit Peschmann und Mario Horn steuerte Moderator Michael Apel noch eine nette Episode bei. So um 1971 war es ihm gelungen, eine in der DDR rare Amiga-Schallplatte mit Werken von Cat Stevens zu ergattern. Er habe die Platte damals rauf und runter gehört, was seiner Schwester so gar nicht gefallen habe und diese einmal zornig den Tonarm recht unsanft von der Platte gezogen habe. "Seitdem hatte meine Musik von Cat Stevens reichlich Kratz-Nebengeräusche, doch ich habe diese Platte über alles geliebt."

Weitere Fotos vom Familientag gibt es unter www.lr-online.de/bilder