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| 18:32 Uhr

Gesundheit
Feier trotz verschobenem Richtfest

Das Richfest für das ambulante Kinder-Rehazentrum musste kurzfristig verschoben werden.
Das Richfest für das ambulante Kinder-Rehazentrum musste kurzfristig verschoben werden. FOTO: LR / Hilscher Andrea
Cottbus. Die Reha Vita begeht ihr 20-jähriges Bestehen, eröffnet 2019 ein „Zentrum für Kindergesundheit“. Von Andrea Hilscher

Die Idee war schön: Zeitgleich mit dem 20. Firmenjubiläum wollte die Reha Vita in der Feigestraße das Richtfest für ein neues, 4,2 Millionen Euro teures „Zentrum für Kindergesundheit“ feiern. Die Baukonjunktur und entsprechende Engpässe im Betonwerk machten den Geschäftsführern Annett und Christian Seifert einen Strich durch die Rechnung: Der Dachstuhl konnte nicht gesetzt, die Richtkrone nicht aufgezogen werden.

„Das Fest holen wir im September nach“, verspricht der Bauherr, das Firmenjubiläum wird trotzdem schon mal gewürdigt. Immerhin haben es die Seiferts geschafft, innerhalb von 20 Jahren von sechs auf 120 Mitarbeiter zu wachsen. Die einstige Physiotherapie mit 900 Quadratmetern ist längst auf 4400 Quadratmeter angewachsen.

„Trotzdem wurde der Platz langsam wieder knapp“, sagt Christian Seifert. „Und weil wir beide Perfektionisten sind, wollen wir unseren Mitarbeitern und Patienten optimale Therapieräume anbieten.“ Aus ersten Ideen für einen Neubau an der Ostrower Straße ist innerhalb kürzester Zeit ein opulenter Viergeschosser geworden, der ab Mai 2019 ein „Zentrum für Kindergesundheit“ beherbergen soll.

Auf einer Fläche von 2600 Quadratmetern sollen Kinder und Jugendliche ambulant behandelt werden. Neben Therapieräumen für Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden wird es ein großes Bewegungsbad mit unterschiedlichen Wassertiefen, Sport- und Gymnastikräume sowie eine Lehrküche und einen Seminarraum geben. Das „Zentrum für Kindergesundheit“ soll als Modellprojekt angelegt werden und wäre damit bundesweit das zweite seiner Art. Bisher nämlich waren ambulante Rehas für Kinder und Jugendliche nicht möglich. „Stationär sind sie aber nur noch ungern in die Einrichtungen gegangen“, so Christian Seifert. Zu groß sei die Angst gewesen, den Schulunterricht zu versäumen.

Jetzt aber können Kinder und Jugendliche mit neurologischen und orthopädischen Erkrankungen sowie mit Übergewicht und anderen Stoffwechselerkrankungen eine ambulante Reha machen. So sollen sie schul- und ausbilldungsfähig erhalten werden, Folgeschäden können durch rechtzeitige Behandlung vermieden oder reduziert werden.

 In das „Zentrum für Kindergesundheit“ werden eine Kinderarztpraxis, eine Hebammenpraxis und eine Kinder- und Jugendpsychotherapiepraxis einziehen. Darüber hinaus kümmern sich hauseigene Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Kinderkrankenschwestern um die Kinder und Jugendlichen. Auch die Eltern sollen in das Therapiekonzept eingebunden werden. Annett Seifert ist zuversichtlich, dass trotz des allgegenwärtigen Fachkräftemangels auch künftig genügend Therapeuten für diese Arbeit zur Verfügung stehen: Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Baustein der Unternehmenskultur. „Und noch haben wir ausreichend Bewerber.“