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Ein Toter bei Wohnungsbrand in Cottbus

Mit einem Großaufgebot hat die Feuerwehr in der Karlstraße in Cottbus einen Wohnungsbrand gelöscht.
Mit einem Großaufgebot hat die Feuerwehr in der Karlstraße in Cottbus einen Wohnungsbrand gelöscht. FOTO: Michael Helbig
UPDATE Cottbus. Bei einem Brand in einem Wohnhaus in Cottbus stirbt ein Mann. Wegen der Löscharbeiten ist der Straßenbahnverkehr stark eingeschränkt. fh/the/dst/dpa

Bei einem Wohnungsbrand in Cottbus ist ein Mann ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen wurden verletzt, wie die Pressestelle der Stadt mitteilte. Die Löscharbeiten legten am Donnerstagmorgen für vier Stunden den gesamten Straßenbahnverkehr in der Stadt lahm.

Die Identität des Toten, der in der Wohnung entdeckt wurde, war zunächst noch nicht zweifelsfrei klar. Allerdings galt seit Beginn der Löscharbeiten ein Mann als vermisst. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion zur Identifizierung veranlasst. Dadurch soll auch geklärt werden, wie der Mann starb. In dem Mehrfamilienhaus hielten sich beim Ausbruch des Feuers insgesamt sieben Menschen auf. Sechs von ihnen konnten gerettet werden. Ein Bewohner musste ins Krankenhaus gebracht werden, ein Feuerwehrmann wurde während der Löscharbeiten leicht verletzt.

Das Feuer in der zweiten Etage des Wohnhauses in der Karlstraße war gegen 1 Uhr ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauerten bis zum Morgen an. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen bereits Flammen aus dem zweiten Stockwerk des Gebäudes. Sie griffen auf die darüber liegende Etage über. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da sich das Feuer auch in den Dachstuhl ausgebreitet hatte, so ein Sprecher der Feuerwehr. Rund 70 Feuerwehrleute waren mit mehr als 20 Fahrzeugen im Einsatz.

Die Ursache für den Brand ist noch unklar. Brandermittler der Polizei hatten aufgrund der Hitzeentwicklung und Nachlöscharbeiten erst am Vormittag Zugang zum Gebäude. Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Süd hat in Zusammenarbeit mit Brandursachenermittlern des Landeskriminalamtes die weiteren Ermittlungen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Cottbus übernommen. Dazu ist eine Ermittlungsgruppe gebildet worden.

Die Karlstraße musste voll gesperrt werden. Cottbusverkehr hatte einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Aufgrund des Brandes und der andauernden Löscharbeiten in der Karlstraße musste der Fahrstrom für die Oberleitung der Straßenbahn bis zum Bereich Bonnaskenplatz abgeschaltet werden. Die Straßenbahnen konnten somit nicht vom Betriebshof in Schmellwitz ausrücken. Gegen 8 Uhr konnten sich ein Großteil der Straßenbahnen wieder in Bewegung setzen. Für die Linien 1 und 4 ging es erst kurz vor Mittag wieder auf das Gleis. "Der Fahrstrom für die Oberleitung der Straßenbahn am Bonnaskenplatz wurde gerade eben wieder zugeschaltet", meldete Cottbusverkehr-Sprecherin Christin Heldt kurz vor halb zwölf. Die Linie 1 wurde weiterhin bis zur Räumung der Unfallstelle nach Neu-Schmellwitz umgeleitet.

Am Vormittag erschreckte eine weitere Brandsäule die Cottbuser in der Innenstadt. Eine in Flammen stehende Parkbank sorgte für einen Feuerwehreinsatz in der Spremberger Vorstadt. Laut Einsatzleiter Marcus Bohg ging um 11.11 Uhr die Brandmeldung ein. Im Parkrondell vor dem Kinder- und Jugend-Notdienst in der Brauhausbergstraße war eine Sitzbank vermutlich vorsätzlich angezündet worden. Laut Aussage eines Anwohners hielten sich nur wenige Minuten vor dem Brand zwei verdächtige Männer im Parkstück auf, die kurz darauf verschwanden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.