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Ein Stück mehr Verkehrssicherheit für Cottbuser Kinder

Cottbus. In Cottbus wird es bald "Elternhaltestellen" geben – speziell markierte Stellflächen in Sichtweite von Kitas und Schulen, wo Eltern ihre Fahrzeuge abstellen können, wenn sie ihre Kinder bringen oder abholen. "Diese dienen dazu, dass Kinder in der Nähe der Schule und Kita sicher aussteigen und die letzten Meter ungefährdet allein zurücklegen können", erklärt Manuel Helbig vom Straßenverkehrsamt der Stadt. Nicole Nocon

"Morgens vor Unterrichtsbeginn und zu den Zeiten, wenn Eltern ihre Kinder mit dem Auto abholen, kommt es vor Schulen und Kitas oft zu chaotischen Szenen", weiß Manuel Helbig. Diesen Eindruck habe auch eine Verkehrsschau bestätigt, die die Stadt Cottbus, die Verkehrswacht und das Netzwerk Verkehrssicherheit im Februar und März 2015 gemeinsam durchgeführt haben.

"Der Hol- und Bringverkehr der Eltern kann die Sicherheit der Kinder gefährden. Verkehrsverstöße unmittelbar vor den Schuleingängen sind leider oft die Regel. Gefährdungen und Behinderungen resultieren überwiegend aus dem fehlerhaften Verhalten der Eltern. Dazu zählen die Behinderung von Schulbussen, gefährliche Fahr- und Wendemanöver sowie unerlaubtes Halten im Halteverbot sowie entgegen der Fahrtrichtung und auf Gehwegen", erläutert Manuel Helbig, der auch der Verkehrswacht in Cottbus vorsteht.

Um die Situation zu entschärfen und für die Kinder mehr Sicherheit zu schaffen, greift Cottbus jetzt auf eine Idee zurück, die in Fürstenwalde und Falkensee bereits umgesetzt wird. "Als dritte brandenburgische Stadt wollen wir sogenannte Elternhaltestellen einführen", informiert Helbig. Die Haltestellen werden durch ein entsprechendes Schild gekennzeichnet, das aber lediglich hinweisenden Charakter hat und als Bitte um Rücksichtnahme zu verstehen ist.

Vor der Kita "Klostersternchen" in der Schillerstraße soll am 19. Juni die erste Elternhaltestelle mit mehreren Parkflächen eingeweiht werden. Das kündigt Manuel Helbig vom Straßenverkehrsamt der Stadt an. Zum neuen Schuljahr werde eine "Elternhaltestelle" in der Muskauer Straße bei der Christoph-Kolumbus-Grundschule eingerichtet. Als weitere Standorte sind die Lakomy-Grundschule in Groß Gaglow, die Astrid-Lindgren-Grundschule Am Nordrand, die Grundschule Sielow und die Fröbel-Grundschule in der Welzower Straße im Gespräch.

Finanziert werden die "Elternhaltestellen" vom Netzwerk Verkehrssicherheit. Der Stadt Cottbus entstehen dadurch keine Kosten.