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Ein selbst bemaltes Boot zum Spielen vor der Kirche

„Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön“ – was braucht man dazu? Ein Boot! Manchmal findet man ein solches aber auch auf dem Trockenen, richtig bunt bemalt. So zu sehen derzeit auf dem Döbbricker Kirchhof. Von Mareen Mallon

Zum dritten Mal fanden in der Döbbricker Kirche die Kinderferientage statt. Eine Woche lang konnten sich 30 Kinder kreativ betätigen. Malen, Basteln, Tonarbeiten, Gesang und vieles mehr beschäftigte die Vier- bis Elfjährigen. Gestern wurde als krönender Abschluss ein Boot gebaut und nach Lust und Laune bemalt. „Wir versuchen den Kindern spielerisch die Geschichten der Bibel zu erklären, in dieser Woche lautete das Thema Petrus, da wir uns hier bei der Petrus-Kirche befinden“ , erklärt Holger Thomas, Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirche Döbbrick, und fügt hinzu: „Da liegt es nahe, ein Boot zu bauen, da Petrus ja Fischer war.“
Bemalen können die Kinder es mit Motiven, die sie am liebsten mögen, so zum Beispiel mit ihren Namen oder mit typischen Bestandteilen des Meeres wie Wellen und Fischen.
Auch Rabea malt fleißig einen Schiffsmast an. „Ich finde es toll, dass jeder hier malen kann was er will“ , sagt die Zehnjährige. Aber auch das Singen und Basteln macht ihr Spaß. Ganz eifrig bei der Sache ist auch Jonas. „Den grünen Mast habe ich fast alleine bemalt“ , sagt er stolz.
„Wenn das Boot fertig ist, wird es zum Spielen freigegeben“ , so Holger Thomas. Die Vorbereitungen starteten schon eine Woche vorher. „Dabei halfen uns Jugendliche aus Deutschland, Polen und ein Jugendlicher aus den USA. Die Zusammenarbeit mit ihnen ist genauso wichtig wie die mit den Kindern, denn allein hätten wir das hier nie geschafft“ , erklärt er. Im „Diakoniecamp“ treffen sich jedes Jahr Jugendliche aus verschiedenen Ländern, um Aktionen zu veranstalten, auch die Vorbereitung der Kinderferientage ist Teil ihrer Arbeit, so Thomas.
In Zusammenarbeit mit Hinrich Müller, Pfarrer der Kreuzkirche Cottbus, fand die Ferienaktion in diesem Jahr auch zum ersten Mal in Cottbus statt. Zwölf Kinder gestalteten ein Banner mit ihren Namen, Fuß- und Händeabdrücken. „Die Verbindung zwischen Spaß und Wissen steht bei uns immer an erster Stelle. Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft viele Kinder sinnvoll in den Ferien beschäftigen können“ , sagt Holger Thomas. (mm)