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Ein "Phantastischer" neuer Schüler in Peitz

Die Schüler des Kunstunterrichtkurses der 9. Klasse haben im letzten Schuljahr diesen Karpfen gestaltet. Zum Schuljahresauftakt wurde er im Foyer der Oberschule Peitzer Land eingeweiht, natürlich im Beisein der Gestalter.
Die Schüler des Kunstunterrichtkurses der 9. Klasse haben im letzten Schuljahr diesen Karpfen gestaltet. Zum Schuljahresauftakt wurde er im Foyer der Oberschule Peitzer Land eingeweiht, natürlich im Beisein der Gestalter. FOTO: Hirche
Peitz. Zum Schuljahresauftakt wurden gestern an der Oberschule Peitzer Land neue Schüler und Lehrer begrüßt und es wurde von fertiggestellten Projekten des vergangenen Schuljahres berichtet. Im Wahlpflichtfach Kunst der neunten Klassen wurde der Unterricht im vergangenen Schuljahr mit dem Thema Berufsorientierung verbunden. Marion Hirche / jul1

Die Idee dafür kam sowohl von der Schule als auch vom Förderverein Hüttenwerk Peitz. Dank der "Initiative Sekundarstufe I" gab es Fördermittel von der EU und vom Land für das Projekt. So konnten die Partner loslegen. Zusammen mit ihrer Kunstlehrerin Heike Hübner wagten sich 16 Mädchen und ein Junge an die Gestaltung eines "Phantastischen Karpfens". Diese Peitzer Symbole stehen bereits auf dem Peitzer Hüttenwerksgelände, zieren seit November 2016 den Kreisel am "Tor" zur Stadt.

Die Idee zu solchen Figuren hat der Fördervereinsvorsitzende des Hüttenwerksvereins aus dem Oberpfälzer Tirschenreuth mitgebracht, wo sie schon länger markante Stellen und Betriebsgelände der Karpfenzuchtgemeinde zieren. Die Peitzer Schüler bekamen die Möglichkeit, ihren Karpfen selbst zu gestalten. "Am Anfang waren da nur wenige Vorschläge, aber im Verlauf der sechs Projektmonate wurden es immer mehr", erinnerte sich bei der Einweihung des besonderen Kunstwerkes Lehrerin Heike Hübner. Nach der Motivsuche für den "Schulkarpfen" lernten die Mädchen und Jungen die Autolackiererei Niedergesäß GmbH &Co. KG kennen. Das Cottbuser Unternehmen hat alle bisherigen "Phantastischen Karpfen" gestaltet. Zusammen wurde der Rohling bearbeitet. Berufe wie Maler, Lackierer und Werbegestalter lernten die Neuntklässler kennen. Zusammen mit Maria Niedergesäß wurden die Ideen am Computer umgesetzt. Die Fachfrau hat den Bildern den letzten Schliff gegeben, dann wurden die Motive aufgeklebt und lackiert.

Das Ergebnis ist eine Karpfenfigur, die auf einer Seite Schulmotive zeigt, in den Luftblasen sieht man Schulschränke, den hellen Treppenaufgang, ein Wandbild. Auf der anderen Körperseite ist die Peitzer Stadtsilhouette festgehalten, von der Festung bis zur Teichlandschaft.

"Mir hat die Arbeit an so einem Projekt viel Spaß gemacht. Das ist doch eine Bereicherung für unser Schulgebäude und bringt die Verbundenheit von uns mit Peitz zum Ausdruck", betont Laura Schulz, die jetzt in die Klasse 10b geht. Für ihren "Phantastischen" neuen Schüler bekommen die Gestalter die Anerkennung der mehr als 200 Lernenden, die an der im Schulfoyer enthüllten Figur vorbei in ihre Klassenzimmer gingen. von der Schule. Es gut möglich, dass die bei diesem Projekt gesammelten Erfahrungen auch für die Gestaltung eines weiteren Karpfens genutzt werden.

Vorgestellt wurden bei der Karpfeneinweihung auch die Ergebnisse des Schulsozialprojektes "Zeitsprünge - Peitz in der Wendezeit". Vier Aufsteller haben die Teilnehmer gestaltet und darauf Erinnerungen an die Zeit Anfang der Neunziger in der Fischerstadt festgehalten.