| 02:33 Uhr

Ein paar Momente im Rampenlicht

Heike Hintz (r.) und Uwe Deinlein von den Cottbuser Parkläufern haben sich am Donnerstag im Büro des Cottbuser Ordnungsdezernenten Thomas Bergner (l.) in die Ehrenchronik der Stadt eingetragen.
Heike Hintz (r.) und Uwe Deinlein von den Cottbuser Parkläufern haben sich am Donnerstag im Büro des Cottbuser Ordnungsdezernenten Thomas Bergner (l.) in die Ehrenchronik der Stadt eingetragen. FOTO: Sven Hering
Cottbus. Die Ehrenchronik der Stadt Cottbus ist seit dem Donnerstag um zwei Namen reicher. Mit Heike Hintz und Uwe Deinlein haben sich die beiden Hauptorganisatoren des internationalen Staffellaufes Cottbus – Zielona Gora in das Buch eingetragen. Sven Hering

Das sollte eigentlich schon unmittelbar nach dem Zieleinlauf zur 25. Auflage der Traditionsveranstaltung Mitte Juli geschehen. Doch die beiden Cottbuser, die zunächst auf der Strecke noch einiges zu tun hatten, waren von den polnischen Helfern fehlgeleitet worden. Statt am Zielort, wo die Zeremonie geplant war, fanden sie sich auf einmal an ihrer Unterkunft wieder. Da half es dann auch nicht mehr, dass sie anschließend vom Stadtpräsidenten höchstselbst zum Zielort chauffiert wurden. Es war zu spät.

"Das wollen wir heute reparieren", erklärte der Cottbuser Ordnungsdezernent Thomas Bergner (CDU) am Donnerstag. "Wir brauchen Menschen, die positiv verrückt sind", sagte er. "Es ist allerdings auch wahr, dass das Ehrenamt inzwischen überfrachtet wird", ergänzte er. Doch ohne würde vieles nicht mehr funktionieren.

Und so bekamen die beiden Freizeitsportler ein paar Minuten von dem Rampenlicht, in dem sich sonst nur die Sieger der Läufe präsentieren. Heike Hintz und Uwe Deinlein arbeiten lieber hinter den Kulissen. Dort packen sie Verpflegungsbeutel, weisen Streckenposten ein oder basteln die Siegerschärpen. "Ohne ein gutes Team wären die 25 Jahre Staffellauf nicht machbar gewesen", sagte Heike Hintz - und gab damit das Kompliment an die Helfer weiter.

Doch selbst eine hoch motivierte Helferschar sei mitunter machtlos - wenn wichtige Genehmigungen der Behörden fehlten, erzählte Uwe Deinlein. "Manchmal haben wir dann einfach gesagt: Jetzt Augen zu und durch." Das sei immer gut gegangen. Diese Art von Hemdsärmligkeit beeindruckte selbst Deinleins Dienstherrn, der ebenfalls ins Rathaus eingeladen war. "Wir sind stolz auf ihn", betonte am Donnerstag Sven Bogacz. Er ist der Chef der Polizeidirektion Süd.