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| 19:08 Uhr

Theater
Ein Ohr für alle vor der Stadthalle

Neues Theaterprojekt in Cottbus setzt auf die Einmischung des Publikums Von Nils Ohl

Menschen zusammenführen, die sich sonst im Alltag nicht begegnen, obwohl sie vor ähnlichen  Problemen stehen – das ist das Anliegen des Theaterprojektes „Ein Ohr für alle“.

Initiiert hat es Matthias Schreve. Der Cottbuser studiert derzeit an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock. Für sein Projekt hat er die Unterstützung der Bühne 8, des Weltspiegels und des Staatstheaters Cottbus gewonnen.

Das Projekt gliedert sich in drei Phasen. Die erste Phase ist ein Workshop am Sonnabend, dem 14. September, von 10 bis 16 Uhr in der Bühne 8. Bei diesem Workshop sollen die Themen und Szenen erarbeitet werden, die später auf die Bühne kommen. „Dabei geht es immer um ein Dilemma“, erklärt Matthias Schreve.

Die zweite Phase ist der öffentliche Auftritt auf dem Stadthallenvorplatz am Dienstag, dem 17. September, um 17 Uhr. Schreve setzt dabei auf die Methoden des brasilianischen Regisseurs Augusto Boals, Dialoge in und mit der Öffentlichkeit zu führen.

„Wir spielen die vorbereiteten Szenen und versuchen, mit dem Publikum eine Lösung zu finden. Die Szene kann auch durch das Publikum verändert werden. Es können sogar Menschen aus dem Publikum mit auf die Bühne kommen und ihre Version der Szene weiterspielen“, sagt Schreve. „Wir wollen so authentisch wie möglich agieren.“ In Rostock, bei einer ähnlichen Aufführung im Mai, habe man zum Beispiel das Thema „Nervenzusammenbruch“ behandelt.

Die dritte Phase ist eine Podiumsdiskussion im Weltspiegel am 22. September ab 10 Uhr. „Dort wollen wir die Themen vertiefen und auch erfahren, wie Cottbuser Bürger ihre Stadt wahrnehmen“, so Schreve.