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| 18:25 Uhr

Premiere bei der TheaterNative C
Kriminalkomödie in stimmiger Besetzung

Szene mit Ilse Bendin, Ursula Schucht und Gerhard Printschitsch (v.l.).
Szene mit Ilse Bendin, Ursula Schucht und Gerhard Printschitsch (v.l.). FOTO: Theaternative C
Cottbus. Ursula Schucht und Ilse Bendin spielen zwei Schwestern in „Ein Mordssonntag“ bei der TheaterNative C

Jack Jacquines Kriminalkomödie „Ein Mordssonntag“ war im vergangenen Jahr ein Renner im Sommertheater der TheaterNative C. Jetzt bringt Gerhard Printschitsch das Stück in einer Neuinszenierung  nochmals auf die Bühne. Premiere ist am Ostersonnabend. Die Kleine Komödie in der Petersilienstraße verspricht: „Selbst diejenigen, die das Stück schon gesehen haben, werden es nicht wiedererkennen.“

Und das liegt auch an den beiden hochkarätigen Schauspielerinnen Ursula Schucht und Ilse Bendin, die die Rollen der vereinsamten Schwestern Helène (Ursula Schucht) und Clarissa (Ilse Bendin) übernommen haben. „Eine absolut stimmige Besetzung“, schwärmt Regisseur Printschitsch, der zudem den Kommissar Spingeot spielt. Das Publikum dürfe sich freuen auf „ein tolles Stück, spannend und voller Überraschungen, mit zwei großartigen Schauspielerinnen“, wie es das TheaterNative-C-Publikum noch nie erlebt habe.

Ursula Schucht und Gerhard Printschitsch haben Anfang der 90er-Jahre am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau zusammengearbeitet.  Sie kennt Ilse Bendin noch aus Studienzeiten an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Und alle Drei trafen sich im vorigen Sommer auf der Beerdigung des Schauspielers und Regisseurs Rüdiger Götze in Cottbus.

Auch auf diese Weise können Projekte beginnen. Jedenfalls waren die beiden Schauspielerinnen sofort interessiert. Ilse Bendin reizte vor allem, dass es in „Ein Mordssonntag“ um die Probleme älterer Menschen geht und dass dennoch alles auf einer lustigen Ebene abgehandelt wird. „Viele alte Frauen sitzen allein zu Hause, haben aber auch noch den Anspruch zu leben“, stellt die 78-Jährige fest.

„In einer alten Haut steckt immer noch ein junger Mensch“, pflichtet ihr Ursula Schucht bei. Sie hat in ihrem Leben viel erreicht. 2003 stand sie mit Michael Schorrs Film „Schulze gets the blues“, in dem sie die Frau von Jürgen spielt, bei den 60. Filmfestspielen in Venedig auf dem roten Teppich.  „Anthony Hopkins und Nicolas Cage waren auch da, und dann hat unser Film noch einen Preis gewonnen, das war einfach ein Traum“, schwärmt die 76-Jährige.

Aber Priorität hatte immer das Theater. In einer legendären Fernsehinszenierung von 1964 hat sie die Martirio in Federico Garcia Lorcas „Bernarda Albas Haus“ gespielt oder die Krusche im „Kaukasischen Kreidekreis“. Auch diese Vorliebe fürs Theater verbindet die zwei Schauspielerin, die noch dazu beide in Dresden zu Hause sind.

Ilse Bendin erinnert sich besonders gern an ihre Rolle der Senta in Joachim Herz’ Inszenierung „Der fliegende Holländer“, aber auch an Filme wie „Härte“ und die Zusammenarbeit mit Rosa von Praunheim. „Schauspieler zu sein ist ein schöner aber schwerer Beruf“, sagt Ursula Schuch. „Dazu gehört Disziplin, Begabung, Fleiß, Ausstrahlung und Charisma.“ Ilse Bendin ergänzt: „Fünf Prozent sind Talent, der Rest Arbeit und Glück.“ Die Hälfte sei Talent, Talent müsse unbedingt sein, kontert ihre Kollegin. Einig sind sich dann beide wieder in der Feststellung: „Uns macht’s Spaß. Wir freuen uns auf die Premiere in Cottbus.“

„Ein Mordssonntag hat am Ostersonnabend, 31. März, 19.30 Uhr, Premiere. Nächste Vorstellung am

Ostersonntag, 1. April, 16 Uhr.

((ue))