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Ein Lob Balkonien

Die Hälfte der Sommerferien ist vorbei – an diesem Wochenende ist es Zeit, Bergfest zu feiern. Vor drei Wochen begann die schulfreie Zeit. Und drei Ferienwochen hat Brandenburg noch vor sich. Dass sich Cottbus mitten in der Urlaubszeit befindet, ist vielerorts spürbar.

Aber eine kleine Besonderheit unterscheidet diesen Sommer 2003 von früheren: Wo bleiben die gewohnten Grußbotschaften aus Thailand, von der Costa Brava und den Balearen? Die Reiselust hat offensichlich nachgelassen. Mancher, der sich in den Urlaub verabschiedet, antwortet auf die Frage wohin: Diesmal Balkonien.
Klar, die Zurückhaltung ist der wirtschaftlichen Lage zuzuschreiben. Aber daneben gibt es auch ganz einfach die Erkenntnis, dass es Spaß macht, die eigene Umgebung intensiver zu erforschen, als man das in der Phase des Berufsalltags kann. Waldlauf und Radtour, Wanderungen auf Naturlehrpfaden oder durchs Teichgebiet, historische Stadtführung, Beachparty und Brauchtum a la Hahnrupfen, Volksfeste, Handwerker- und Bauernmarkt - was in Cottbus und Umgebung in den Sommerferien geboten wurde, muss jeden Animateur im Ferienclub am Mittelmeer erblassen lassen. Bei den Anmeldungen zur RUNDSCHAU-Sommertouren - sei es Tagebau oder Tierpark - ist die aus Kapazitätsgründen begrenzte maximale Teilnehmerzahl meist in Nullkommanix erreicht. Und für Kinder gibt es in Cottbus vom Jugendamt ein Vollzeitprogramm vom ersten bis zum letzten Ferientag.
Die Temperaturen dieses Cottbuser Sommers 2003 ersetzen den Daheimgebliebenen ohnedies den Teutonengrill mit Batteriehaltung in der Hotelburg am Meer. Dann schon lieber nach Burg zum Gurkenfest!