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| 01:27 Uhr

Ein großes Fest der Ökumene

Cottbuser Teilnehmer des Ökumenischen Kirchentages konnten aus München die Erinnerung an drei beeindruckende und erlebnisreiche Tage mit zurück in die Lausitz nehmen. Foto: privat
Cottbuser Teilnehmer des Ökumenischen Kirchentages konnten aus München die Erinnerung an drei beeindruckende und erlebnisreiche Tage mit zurück in die Lausitz nehmen. Foto: privat FOTO: privat
Cottbus. 45 katholische und evangelische Christen aus Cottbus und Umgebung haben den zweiten Ökumenischen Kirchentag, der vom 12. bis 14. Mai in München stattgefunden hat, live miterlebt. Nicole Nocon

“Trotz der kühlen Temperaturen und des häufigen Nieselregens haben wir einen fröhlichen, jungen und feiernden Kirchentag erlebt. An vielen Ecken der Münchner Innenstadt spielten Bands. Es wurde gesungen und getanzt. Passanten sind stehen geblieben und haben spontan applaudiert„, berichtet Norbert Zwingmann nach seiner Rückkehr. Der Diakon der Cottbuser Gemeinde “Zum Guten Hirten„ hatte die Gruppe aus der Lausitz gemeinsam mit Pfarrer Wolfgang Gürtler von der Klosterkirchgemeinde geleitet.

Unter den Teilnehmern aus Cottbus und dem Umland seien auch viele Jugendliche gewesen. “Die jüngsten sind erst 14 Jahre alt„, so der Diakon. Für die jungen Besucher des Kirchentages sei drei Tage lang das Olympia-Gelände reserviert gewesen. “Hier haben kirchliche Jugendverbände, Gruppen und Vereine ihre Arbeit vorgestellt und zum Mitmachen, Singen, Basteln, zu Aktionen, Musik, Tanz, Stille und zum Gebet eingeladen„, erzählt Norbert Zwingmann.

Neben Großveranstaltungen wie dem Eröffungs- und Abschlussgottesdienst auf der Theresienwiese habe es zentrale Feiern und Aufführungen auf dem Marienplatz oder dem Stachus gegeben. Außerdem sei das komplette Münchner Messegelände für den Ökumenischen Kirchentag reserviert gewesen. “In den Messehallen fand die sogenannte Agora, der große Markt der Möglichkeiten, statt. Alles, was sich zur Kirche zählt, hatte dort einen Stand, bot Informationen an und lud ein zum Gespräch. Auch die großen und kleinen Hilfswerke der evangelischen und katholischen Kirche haben dort über ihre Arbeit informiert„, berichtet Diakon Zwingmann. Darüber hinaus habe es Podiumsdiskussionen mit Publikumsbeteiligung gegeben, bei denen Prominenz aus Politik und Wirtschaft, Kirche und Fernsehen hautnah zu erleben war.

“Der Kirchentag hatte viele Höhepunkte, jeden Tag gab es ein neues Highlight„, so Zwingmann. “Wenn mit Margot Käßmann eine ehemalige Bischöfin der evangelischen Kirche in einem katholischen Dom mit tosendem Beifall empfangen wird, dann ist das gelebte Ökumene„, schwärmt der Diakon. Überhaupt sei in München sichtbar geworden, dass die Ökumene wieder im Aufwind sei. “Alle christlichen Kirchen sind sich wieder ein Stückchen nähergekommen. An der Basis funktioniert das Miteinander meist ohnehin problemlos.„

Optimistisch habe ihn die starke Präsenz von jungen Leuten und von Familien mit Kindern gestimmt: “Wir müssen in der Kirche keine Angst vor alten Männern und Frauen haben. Von unten wächst die Jugend nach„, sagt Norbert Zwingmann. Das sei die Botschaft, die er mitgenommen habe. Damit sei für ihn persönlich das Motto des Ökumenischen Kirchentages “Damit ihr Hoffnung habt„ tatsächlich aufgegangen. Nicole Nocon