| 17:00 Uhr

Polizeibericht
Ein Dutzend Wildunfälle in der Nacht zum Mittwoch

Mehrere Rehe ließen in der Nacht zum Mittwoch auf Straßen ihr Leben.
Mehrere Rehe ließen in der Nacht zum Mittwoch auf Straßen ihr Leben. FOTO: gbk
Cottbus. Achtung: Wild. Frühlingshafte Temperaturen haben offenbar auch bei Wildtieren die Lebensgeister wachgerüttelt. Sie sorgten allein in der Nacht zum Mittwoch für etwa ein Dutzend Unfälle, wie die Polizei meldet. gro

Auf den Straßen von Spree-Neiße begann die Unfallserie am Dienstag gegen 19.45 Uhr auf der L49 bei Dubrau. Ein Reh rannte in einen VW und flüchtete dann. Am Auto entstand ein Schaden in Höhe von mehreren hundert Euro. Weit schlimmer erging es Reh und Mitsubishi eine Stunde später auf der B320 bei Bärenklau: Das Tier verendete an der Unfallstelle, den Schaden am nicht mehr fahrbereiten Auto beziffert die Polizei mit 3000 Euro. Ähnlich lief es bei zwei Unfällen mit Wildschweinen. Beim Zusammenprall gegen 21.45 Uhr in Höhe Schwarze Pumpe/B97 suchte das Tier das Weite, der Mitsubishi hatte einen geschätzten Schaden in Höhe von etwa 1000 Euro. Beim Unfall bei Radensdorf gegen 22.15 Uhr verendete der Schwarzkittel, der Ford war bei einem Schaden von etwa 3000 Euro ein Fall für den Abschleppdienst. Am Mittwoch gegen 5.20 Uhr bei Drebkau war der Zusammenprall so heftig, dass das Wildschwein noch vor Ort erlag, der VW musste bei einem Schaden von rund 5000 Euro ebenfalls abgeschleppt werden. Bei Limberg verendete gegen 7 Uhr ein Reh, der beteiligte Ford wies einen Schaden in Höhe von etwa 2000 Euro aus.

Im Landkreis Oberspreewalde-Lausitz war in der gleichen Nacht ähnliches zu verzeichnen: Auf der Landstraße 531 bei Woschkow krachte es am Dienstag gegen 19 Uhr zwischen einem Ford und einem Reh. Das Tier musste durch einen Schuss aus der Dienstwaffe eines Beamten von seinen Qualen erlöst werden. Am Fahrzeug entstand ein Schaden von mehreren hundert Euro. Nach einem Zusammenprall auf der L526 bei Groß Beuchow flüchtete das Reh und hinterließ am VW einen Fahrzeugschaden von mehreren hundert Euro. Mittwoch gegen 5.15 Uhr kollidierten auf der B156 nahe dem Abzweig nach Bahnsdorf ein Honda und ein Reh. Das Tier verendete auf der Bundesstraße. Noch bevor der Kadaver von der Straße geräumt und die Unfallstelle gesichert werden konnte, fuhr ein Opel gegen das tote Tier. Die Gesamtschadenshöhe hier wird von der Polizei auf etwa 4000 Euro geschätzt. Kurze Zeit später kam es auf der Landstraße 49 zwischen Krimnitz und Ragow zu einem weiteren Wildunfall. Das Reh verendete. Die Schadenshöhe am VW beträgt etwa 1000 Euro.

Bei Märkisch Buchholz begann für einen Audi-Fahrer begann der Mittwochmorgen ebenfalls mit einer Verkehrsunfallaufnahme. Auf der Bundesstraße 179 war ihm kurz vor 6 Uhr ein Rothirsch vor das Auto gelaufen und bei dem Aufprall so schwer verletzt worden, dass ein Polizeibeamter mit Schüssen aus der Dienstpistole das Tier von seinen Qualen erlösen musste. Der Autofahrer blieb unverletzt, muss aber nun einen Versicherungsschaden von rund 3000 Euro regulieren lassen.

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