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| 02:34 Uhr

Ein Blick zurück aus Frauensicht

Schirmfrau Kerstin Kircheis (2.v.l.) konnte bei der Eröffnungsveranstaltung der Frauenwoche Ingrid Model, Sabine Hiekel und Prof. Dr. Christine Färber (v.r.n.l.) zu einer Podiumsdiskussion "Frauen nach der Wende" begrüßen.
Schirmfrau Kerstin Kircheis (2.v.l.) konnte bei der Eröffnungsveranstaltung der Frauenwoche Ingrid Model, Sabine Hiekel und Prof. Dr. Christine Färber (v.r.n.l.) zu einer Podiumsdiskussion "Frauen nach der Wende" begrüßen. FOTO: Ulrich Littko/bwh1
Cottbus. Die Cottbuser Schirmfrau Kerstin Kircheis, Mitglied des Landtages und Stadtverordnete der SPD, hatte in diesem Jahr erstmalig zur Eröffnung der Brandenburgischen Frauenwoche über 100 Frauen zu einem Kaffeenachmittag und einer Podiumsdiskussion eingeladen. Dabei wurden Gedanken, Erinnerungen und Meinungen zum Thema "Frauen nach der Wende" ausgetauscht. Ulrich Littko / bwh1 red/nn

"Wir wollen heute auf Spurensuche zur Frauenbewegung in Cottbus gehen und auf das zurückblicken, was sich in der Zeit um die stürmischen Ereignisse im Herbst 1989 bis heute entwickelt hat", begann Kerstin Kircheis ihre Eröffnungsrede. "Jeder hat dabei seine ganz persönlichen Erlebnisse und blickt mit anderen Augen, anderen Erfahrungen und einer anderen Sicht auf jene Zeit", sagte sie.

Auf die Eröffnungsrede folgte der Vortrag von Prof. Dr. Christine Färber. Sie ist Sozialforscherin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und beeindruckte die Zuhörer mit ihrer lebendigen Schilderung der Situation der Frauen in Brandenburg in den letzten 25 Jahren. "Besonders nach der politischen Wende erlebten wir alle eine Phase des Friedens nach dem Kalten Krieg", so die Wissenschaftlerin. "Es ist erstaunlich, was in den letzten Jahren hier in Brandenburg erreicht wurde, wenn man bedenkt, mit wie wenigen Aktiven die Frauenbewegung angefangen hat. Heute leben wir in einem relativ deutlichen Wohlstand. Daran haben die Frauen einen nicht unerheblichen Anteil", sagte sie.

In der anschließende Podiumsdiskussion erinnerten Ingrid Model als Mitglied der damaligen DDR-Umweltgruppe und Mitbegründerin des Frauenzentrums, Elfi Wiedemann, die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Sabine Hiekel, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Cottbus, und Christine Färber an die frauenpolitische Arbeit in den vergangenen 25 Jahren. Dabei konnten viele der Teilnehmerinnen interessante Ereignisse und Geschichten aus eigenem Erleben beitragen.

Den musikalischen Teil des Eröffnungsnachmittags gestaltete das "Max Ender Trio" mit der Sängerin Julia Baer. Sie ist Studentin des Fachbereichs Musikpädagogik der BTU Cottbus-Senftenberg.

Die 24. Brandenburgische Frauenwoche bietet bis 19. März insgesamt 27 vielseitige Veranstaltungen in Cottbus. Es lohnt sich, das Gesamtprogramm auch weiterhin zu verfolgen.

Zum Thema:
Eine Auswahl weiterer Termin zur Frauenwoche:10. März: Drei Generationen lesen Frauengeschichten, Obenkino, Straße der Jugend 16, Beginn: 16 Uhr 11. März: Die Spuren im Leben der Elfriede Brüning - Das Leben einer Schriftstellerin in vier Gesellschaften, Bücherei Sandow, Muskauer Straße 1, Beginn: 15 Uhr 13. März: Frauenwahlrecht - eine Selbstverständlichkeit?, Vortrag zur Geschichte des Frauenwahlrechts von Herta Venter, Lila Villa, Thiemstraße 55, Beginn: 10 Uhr 13. März: Wir Frauen sind der Rede wert, Vortrag von Prof. Dr. Luise Pusch, BTU Cottbus-Senftenberg, Zentrales Hörsaalgebäude, Konrad-Wachsmann-Allee 3, Beginn: 18 Uhr 14. März: Frauen im Theater - ein Mädchennachmittag mit Theaterpädagogin Elke Dreko, Probenzentrum des Staatstheaters, Lausitzer Straße 31, Beginn: 14 Uhr, Anmeldung unter e.dreko@staatstheater-cottbus.de red/nn