ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:33 Uhr

Jubiläum
Eigenkompositionen zum Jubiläum

Erwin Scholle (r.) leitet seit 55 Jahren den Allianzbläserchor.
Erwin Scholle (r.) leitet seit 55 Jahren den Allianzbläserchor. FOTO: LR / Silke Halpick
Cottbus. Cottbuser Allianzbläserchor feiert sein 110-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst in der Klosterkirche.

„Ich hoffe, ihr habt zu Hause geübt, denn das hier ist nicht so leicht“, sagt Erwin Scholle bei der Generalprobe. Gespielt wird die „Einleitung in S“, mit der auch der Festgottesdienst am Samstag in der Klosterkirche in Cottbus beginnen soll. Der Allianzbläserchor Cottbus wird 110 Jahre alt. Das wird zusammen mit anderen Posaunenchören des Kirchenkreises gefeiert. Beginn ist um 17 Uhr.

Den Allianzbläserchor leitet Erwin Scholl bereits seit 55 Jahren. Sein Großvater hat ihn gegründet. Heute ist er einer der ältesten Posaunenchöre der Region. Hier spielen Laienmusiker aus unterschiedlichen evangelischen Kirchen in einer Allianz zusammen. Daher stammt auch der Name. „Viele denken zunächst an die gleichnamige Versicherung“, erzählt Trompeter Klaus Meister. Doch der Posaunenchor trägt sich ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen sowie Kollekten.

Unter den 15 Bläsern sind vier Frauen. Das „Küken“ ist 40 Jahre alt, das älteste Mitglied 79 Jahre. Auch Bläser aus Tauer und Peitz spielen mit. Jeden Donnerstagabend wird am Stammsitz in der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Virchowstraße geprobt. Auf rund 20 öffentliche Auftritte kommt das Ensemble. Dazu gehören beispielsweise das Posaunenfest der Landeskirche, aber auch Weihnachtskonzerte sowie musikalische Einlagen am Totensonntag auf dem Saspower und dem Nordfriedhof. Zum Repertoire gehören neben Kirchenmusik aber auch Märsche, Polka und Swing. „Unser eigentliches Anliegen ist aber die Verkündigung mit den Instrumenten“, so Meister.

Zum Jubiläumskonzert werden viele Eigenkompositionen und Choralbearbeitungen von Erwin Scholle zu hören sein. Vor zehn Jahren hatte er seinen Dirigentenstab abgegeben. Doch sein Nachfolger blieb nur kurz. Nun schwingt er wieder den Taktstock.

(red/sha)