"Die Ortsteile haben mein Wort", betonte er und erklärte den Ostsee zum wichtigsten Infrastrukturprojekt der nächsten Jahre.

"Es gibt viele kluge Ideen in den Ortsteilen. Außerdem sollte es wieder Bürgerversammlungen zum Thema geben", sagte er. In seinem Wahlprogramm hatte Kelch für jeden Ortsteil ein eigenes Entwicklungskonzept versprochen. "Die Ortsteile fühlen sich abgeschlagen von der Stadtentwicklung. Das soll sich ändern", hatte er im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahl erklärt.

Im Jahr 2006 haben alle Anrainer-Kommunen am Masterplan für die Entwicklung des Ostsees gearbeitet. Daran waren auch die Ortsteile Dissenchen-Schlichow, Merzdorf und Willmersdorf beteiligt. Das Papier wurde von den örtlichen Parlamenten beschlossen und ist seither ein Leitbild.

Die Stadt Cottbus hat nach Auskunft von Stadtentwickler Egbert Thiele derweil mit der Planung für den Seeweg von der Cottbuser Innenstadt zum künftigen Hafen begonnen. Auch über dem Hafenzentrum mit Kaimauer wird bereits gebrütet. Die Planung hat der Energiekonzern Vattenfall für die Stadt übernommen. Zudem wird die Tagebaurandstraße schrittweise von Vattenfall ausgebaut. Damit wird die Grundlage für die touristische Infrastruktur rund um den See geschaffen.

Die Flutung soll nach bisherigen Plänen zum Jahreswechsel 2018/19 beginnen. Bis dahin müssen die Böschungen gesichert sein. Daran wird bereits seit dem Jahr 2012 gearbeitet. Um das Becken herzurichten, muss ein großer Teil der Erdmassen im Inneren des Tagebaus abgetragen werden. Nach Auskunft von Vattenfall-Geotechniker Ingolf Arnold müssen mehr als 19 Millionen Kubikmeter Erde bewegt werden. "Das ist ganz wichtig, um für eine ausreichende Wassertiefe bei Minimalwasserstand zu sorgen", erklärte er bei einem Informationsabend im Stadthaus. Diese Arbeiten sollen im kommenden Jahr bei Merzdorf beginnen.

Kommentar: Ostsee-Ideen bündeln