ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:17 Uhr

Ausgezeichnetes Handwerk
Gold und Silber fürs Handwerk

 Bäckermeisterin Diana Lewandowski aus Cottbus.
Bäckermeisterin Diana Lewandowski aus Cottbus. FOTO: Handwerkskammer Cottbus
Lehde/Cottbus/Spree-Neiße. Der Präsident der Handwerkskammer Cottbus und Staatssekretär Hendrik Fischer zeichnen in Lehde engagierte Meister aus. Goldene und silberne Ehrenzeichen erhielten Obermeisterin Diana Lewandowski aus Cottbus und drei Handwerksmeister aus Spree-Neiße.

Die Handwerkskammer Cottbus hat in einer Festveranstaltung am Mittwochabend in Lehde zwölf Handwerksmeister für ihr besonderes Engagement ausgezeichnet. Kammerpräsident Peter Dreißig und Hendrik Fischer, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft und Energie, überreichten ihnen Ehrenzeichen in Gold mit Diamant, in Gold und Silber. Bäckermeister Werner Klinkmüller aus Luckau wurde für seinen langjährigen Einsatz als Innungsobermeister der Lausitzer und Spreewälder Bäcker und Konditoren der Titel „Ehrenobermeister“ verliehen.

In seine Fußstapfen ist die Cottbuser Bäckermeisterin Diana Lewandowski im vergangenen Jahr gestiegen. Sie gehört zu vier Ausgezeichneten, denen ein goldenes Ehrenzeichen überreicht wurde. Diana Lewandowski ist die erste weibliche Obermeisterin der Lausitzer und Spreewälder Bäcker- und Konditoren-Innung. Bereits seit 2007 engagiert sie sich als Vorstandsmitglied und lenkt die Geschicke der Kreishandwerkerschaft Cottbus/Spree-Neiße mit.

In der Stadt Cottbus habe sie wahre Pionierarbeit geleistet, würdigten sie Peter Dreißig und Hendrik Fischer. Mit dem „Ährenkranz“ habe sie Bio-Produkte und Bio-Essen in der Stadt eingeführt. Das war 1999. Heute führt sie noch den Familienbetrieb, die Bäckerei Schmidt. Deren komplette Produktion ist auf Bio umgestellt.

 Dachdeckermeister Marco Lecher aus Kolkwitz.
Dachdeckermeister Marco Lecher aus Kolkwitz. FOTO: Handwerkskammer Cottbus

Fünf silberne Ehrenzeichen wurden verliehen – drei gingen in den Spree-Neiße-Kreis. Dazu gehört Dachdeckermeister Marco Lecher aus Kolkwitz. Seit 2016 führt er die Dachdeckerinnung Cottbus an, eine der mitgliedsstärksten Organisationen im südbrandenburgischen Handwerk. Der Nachwuchs im Dachdeckerhandwerk liegt ihm besonders am Herzen, daher wartet die Innung bei der jährlichen Handwerkerausstellung in Cottbus stets mit besonderen Mitmach-Aktionen auf. Auch in Schulen werben Marco Lecher und seine Kollegen für die eigene Zunft. Zudem versucht Lechner, auf politischer Ebene alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Verbesserungen zu erreichen.

 Malermeister Uwe Woschech aus Burg.
Malermeister Uwe Woschech aus Burg. FOTO: Handwerkskammer Cottbus

Handwerker durch und durch ist auch Malermeister Uwe Woschech aus Burg. Seit rund 31 Jahren ist er selbstständig. Genauso lang engagiert er sich in der Maler- und Lackiererinnung Cottbus. Mittlerweile ist er das letzte Mitglied, das aus der ehemaligen DDR-Berufsgruppe übrig geblieben ist.  Woschech ist stellvertretender Obermeister, schreibt seit vielen Jahren mit Feder und Tinte die Gesellenbriefe für die Maler, Lackierer und Tischler. In dieser Funktion registriert er auch das nachlassende Interesse von Jugendlichen an diesen Berufen, wogegen er versucht anzukämpfen.

 Tischlermeister Thomas Kochan in Forst.
Tischlermeister Thomas Kochan in Forst. FOTO: Handwerkskammer Cottbus

Tischlermeister Thomas Kochan in Forst ist langjähriges Mitglied der Tischler-Innung Cottbus. Seit fünf Jahren engagiert er sich dort im Vorstand und im Gesellenprüfungsausschuss, dessen Vorsitzender er mittlerweile ist.2013 bewies Thomas Kochan großen Mut, als er die Forster Tischlerei Schulz übernahm. Seitdem stieg die Mitarbeiterzahl von zwei auf acht. Er setzt auf die Ausbildung, versucht bei jeder Gelegenheit, junge Menschen von einer handwerklichen Lehre zu überzeugen. Karnevalsverein, Sportverein, Jugendarbeit: Auch in seiner Heimatgemeinde Sergen ist Thomas Kochan aus dem gesellschaftlichen Leben kaum mehr wegzudenken.

(pos)