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| 17:02 Uhr

Blinden- und Sehbehindertenverband
Ehrenmedaillen für drei Künstler des Staatstheaters

Cottbus. Cottbuser Blinden- und Sehbehindertenverband ehrt sie zur Weihnachtsfeier für ihr Engagement.

Künstler des Staatstheaters Cottbus haben auch in diesem Jahr zur Weihnachtsfeier der Cottbuser Bezirksgruppe des Blinden- und Sehbehindertenverbandes ein Programm gestaltet. Etwa 90 Mitglieder und Gäste, darunter auch Bewohner des Behindertenwerkes Spremberg, lauschten diesem am vergangenen Samstag im Radisson Blue Hotel. Da sorgte Frau Holle für den ersten Schnee, die Mezzosopranistin Carola Fischer las Geschichten aus dem Leben eines Weihnachtsmannes und eines geklauten Weihnachtsbaumes. Gemeinsam mit den Sopranistinnen Gesine Forberger und und Ludmila Lakaichuk aus Weißrussland, dem Tenor Jens Klaus Wilde und dem Bass Ingo Witzke sang sie Lieder und Arien.  

Seit mehr als 40 Jahren gestalten Mitglieder des Staatstheaters das Programm für Blinde und Sehbehinderte in der Region, freut sich Joachim Haar, Chef des Cottbuser Verbandes. Carola Fischer, Jens Klaus Wilde und Frank Bernard wurden jetzt für dieses Engagement mit der  Ehrenmedaille des Blinden-und Sehbehinderten-Verbandes Brandenburg ausgezeichnet. „Sie kommen schon seit vielen Jahren zu uns – trotz Stress in der Vorweihnachtszeit. Das ist keine Selbstverständlichkeit“, begründet Joachim Haar die Auszeichnung, die nur äußerst selten an sehende Menschen vergeben werde, die etwas Gutes für blinde und sehbehinderte Menschen leisten.

Für den 15. Dezember 2018 seien alle wieder eingeladen. Dann steht die nächste Weihnachtsfeier im Programm des Blinden- und Sehbehindertenverbandes. Auch weitere Veranstaltungen wie ein Sommerfest in Steinitz, ein wissenschaftliches Symposium Anfang Oktober und ein Beitrag zum europaweiten Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai sind feste Bestandteile des Programms des Cottbuser Bezirksgruppe, die etwa 80 Mitglieder zählt. In ganz Brandenburg gebe es etwa 6000 blinde und sehbehinderte Menschen, so Joachim Haar.

Der Verband sei neben den Mitgliedsbeiträgen vor allem auf Spenden angewiesen. Aus diesem Grund sei vor etwa einer Woche eine große Spendenaktion angelaufen, die noch etwa bis zum Jahresende läuft, informiert Joachim Haar, der sich über etwa 3000 Stammspender freut.

(red/pos)