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| 14:27 Uhr

Norbert Ständike
Ehrenmedaille für Cottbuser Wende-Akteur

Ehrenmedaille für Norbert Ständike FOTO: Von Michael Helbig
Cottbus. Mit der Ehrenmedaille der Stadt Cottbus ist am Samstag Norbert Ständike geehrt worden. Er sei ein wichtiger „Akteur der dramatischen Herbsttage von 1989“, so Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU).

Der Physiker und Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der Oberkirche St. Nikolai habe stets im Hintergrund gewirkt und dabei Wesentliches geleistet, um den oppositionellen Gruppen in der Wendezeit unter dem Dach der Kirche Schutz und Raum zu bieten. „Damit hat er den Kontakt der Gruppen untereinander ebenso ermöglicht wie den gemeinsamen Austausch und die Ermutigung“, so die Stadtverwaltung. Nach 1990 habe sich Ständike für die Festigung der Demokratie ebenso eingesetzt wie für die Neustrukturierung der Kirchgemeinden und der Profilierung der Oberkirche.

Norbert Ständike dankte für die Ehrung: „Es macht mich verlegen, so im Mittelpunkt zu stehen. Das ist eine große Ehre, die ich nicht nur für mich, sondern für die Weggefährten des Herbstes 1989 und die Gemeindemitglieder entgegennehme. Wir waren keine Helden, wir hatten auch Angst. Aber wir wollten Veränderungen, unter allen Umständen und im Bewusstsein der drohenden Konsequenzen.“

Ständike arbeitet seit 1982 gemeinsam mit seiner Frau, der Ärztin Heidrun Ständike, am früheren Bezirkskrankenhaus, dem heutigen städtischen Carl-Thiem-Klinikum. Am Sonnabend dankte der 61-Jährige seiner Frau und seinen beiden Söhnen. „Ohne euch stünde ich nicht hier.“

Cottbus verleiht anlässlich der urkundlichen Ersterwähnung der Stadt am 30. November 1156 jährlich Ehrenmedaillen an verdienstvolle Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Die Ehrenmedaillen werden seit dem Jahr der Bundesgartenschau 1995 jährlich vergeben.

(bob)