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Ehrenamt zeigt und feiert sich

Der Carnevalclub Diebsdorf war am Samstag auf dem Hüttenwerksgelände in Peitz mit der Funkengarde auf der Bühne.
Der Carnevalclub Diebsdorf war am Samstag auf dem Hüttenwerksgelände in Peitz mit der Funkengarde auf der Bühne. FOTO: Marion Hirche/jul1
Peitz. Beim vierten Tag der Vereine in Peitz zeigt sich die ganze Vielfalt des Ehrenamts. Den vielen Besuchern wird vor Augen geführt, wie sehr das Engagement die Kommunen prägt. Marion Hirche / jul1

Zum vierten Mal hat die Peitzer Jugendinitiative den Tag der Vereine auf dem Gelände des Eisenhüttenwerks organisiert. "25 Vereine sind dabei, wie im Vorjahr. Wir sind mit der Teilnahme zufrieden", sagte Hendrik Schulz. Der junge Mann - er ist als FDP-Politiker Mitglied im Kreistag und in der Stadtverordnetenversammlung - hatte mit Stefan Klieber am Samstag die Fäden in der Hand. Unterstützt wurden die Organisatoren vom Amt Peitz.

Nach den Salutschüssen und Böllern der Schützengilde Peitz am Hälterteich als Auftakt wurde auf der Bühne das Ehrenamt gewürdigt: Für seine Nachwuchsarbeit wurde der Sportverein Preilack geehrt. Linetts Tanzmäuse aus Peitz erhielten eine Anerkennung für besondere Veranstaltungsideen und das Vereinsleben. Für das soziale Engagement ging ein Preis an den Förderverein Hüttenwerk. Alle drei Vereine erhielten 250 Euro vom Wirtschaftsrat Peitz.

Amtsdirektorin Elvira Hölzner (parteilos) würdigte die ehrenamtliche Arbeit, bezeichnete sie als unverzichtbar für das Leben in den Gemeinden. Die Peitzer Teichnixe Jenifer Fiebow präsentierte nicht nur das Programm des 64. Fischerfestes, das am zweiten Augustwochenende stattfindet, sondern begrüßte auch die Vertreter der Vereine: "Diese Veranstaltung ist ganz wichtig. Sonst sieht man nie diese große Vereinsvielfalt in unserem Amt."

An Ständen und auf der Bühne präsentierten sich die Akteure des Tages. Der Fischerfestverein und Brendas Tanzzwerge standen auf dem Hüttenwerksgelände nebeneinander. Ober-Tanzzwerg Brenda Hirthe ist auch Mitglied bei den Volksfestorganisatoren. Dort gab es Informationen über das Fischerfest und über den Tanzverein. In Fadengrafiktechnik konnten Fische gebastelt werden.

Bei den Fußballern vom SV Eintracht Peitz zeigten die D-Junioren ihr Können am Ball. Trainer Enrico Michael hatte viele seiner Spieler mitgebracht: Leon Kunkel Angelos Naumann, Tim Seifert, Jeremy Müller, Jeremy Schellack. Nadine Schellack kümmerte sich um die Jungen in den Wettbewerbspausen. Dann konnten Besucher zum Beispiel ihre Jonglierfähigkeit testen.

Beim Handballclub Lok Peitz in der Nachbarschaft konnten sich alle im Torwurf ausprobieren. Eduard Urlacher und David Markus machten es den Besuchern vor. Beobachtet wurden sie von ihren Trainern Steffen Ramm und Frank Glomp: "Das machen unsere Männer gut. Die brauchen wir in der Kreisliga." Dietrich Kunkel vom Förderverein Hüttenwerk ließ Quizzen. Er wollte unter anderem wissen: Wie lang gibt es die Fischzuchttradition in Peitz bereits? Wer ins Hüttenmuseum ging, konnte die im Kupolofen gebackenen Klemmkuchen einem Geschmacks test unterziehen. Der Schachtofen bringt eben nicht nur Metalle zum Schmelzen, sondern zaubert bei richtiger Handhabung auch Leckereien hervor.

In die Diskomusik auf dem Platz mischte sich ab und zu das Krähen der Hähne vom Peitzer Kleinzierzuchtverein. Mario Grabs, Thomas Rieger und Peter Kutter vom Anglerverein Badesee Peitz erhielten Lob von Urlaubern. Mechthild und Helmut Tombült, die sich in Tauer erholen, wollten alles über die Aktivitäten der Angler wissen. "Wir kommen vom Land, lieben die Natur und haben zu Hause auch einen kleinen Teich", erzählten sie.

Die Mitglieder des Historischen Vereins zu Peitz starteten eine Unterschriftensammlung für die Errichtung eines Denkmals für die Opfer und Gefallenen der Stadt Peitz. Der Werg-Verein war mit vielen Migranten vor Ort. Sie hatten Kuchen gebacken. Amtsdirektorin Elvira Hölzner überreichten sie eine Wappen-Torte.

Bei den Diebsdorfer Karnevalisten servierten Kathleen Pasdzior und Peter Müller Erdbeerbowle. Die Funkengarde des Vereins war ebenso an der Bühne zu erleben, wie der Turnower Spielmannszug, der Peitzer Männerchor und die Jagdhornbläser. Linetts Tanzmäuse traten auf, genauso wie Brendas Tanzzwerge.

Höhepunkte waren wieder das Entenrennen auf dem Hammergraben und die Tortenversteigerung für einen guten Zweck. Am Abend resümierte Hendrik Schulz: "Es hat Spaß gemacht. Allerdings weiß ich nicht, ob wir nächstes Jahr wieder die Kraft für die Organisation haben. Wir brauchen einfach mehr Mitstreiter."