Horntrich hat eine entscheidende Epoche in unserem Hause leitend mitgestaltet und wesentlich zur Ausstrahlung dieser großen medizinischen Einrichtung im Lande Brandenburg beigetragen", sagte CTK-Geschäftsführerin Heidrun Grünewald. Sie ist selbst seit zehn Jahren am Haus tätig und erinnert sich voller Dankbarkeit der intensiven und konstruktiven Zusammenarbeit mit Dr. Horntrich, mit dem sie gemeinsam das Klinikum auf die Herausforderungen eines sich verändernden Gesundheitswesens vorbereitete.
Dr. Josef Horntrich begann 1956 als Pflichtassistent an der Chirurgischen Klinik in Cottbus, lernte und arbeitete unter Prof. Dr. Ernst Rulo Welcker, wurde Stationsarzt und Oberarzt. Neue Entwicklungen in der Medizin waren für ihn immer eine Herausforderung, so z. B. die Behandlung der Harnröhrenruptur und die von ihm entwickelte "atypische Schlauchresektion" bei Magenblutung. Zwischen 1971 und 1996 war Dr. Horntrich Chefarzt der Chirurgischen Klinik und entscheidend daran beteiligt, dass sich dieses Haus einen hervorragenden Ruf erarbeitete. Mit großer Mehrheit entschieden sich die Mitarbeiter des Klinikums, das auf Dr. Horntrichs Betreben hin später den Namen Carl Thiem erhielt, während der politischen Wende 1990 für den Chefarzt der Chirurgie als Ärztlichen Direktor.
Der engagierte Katholik, ein einfühlsamer Menschenleiter und Arzt, genoss das Vertrauen der mehr als 2000 Beschäftigten des Hauses. (pm/kg)