ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 07:42 Uhr

Neues Leben in altem Quartier
Ebert-Hof bringt Südamerika nach Cottbus

 Neueröffnung im Eberthof.
Neueröffnung im Eberthof. FOTO: Elisabeth Wrobel
Cottbus. Restaurant, Bar und Zigarrenlounge: Drei junge Unternehmer haben in Cottbus gleich drei neue Lokale auf einmal in einem vergessenen Quartier eröffnet. Zur Feier des Tages gibt es eine leckere „Startbahn“ von den Nachbarn. Von Peggy Kompalla

Nach Jahren des schleichenden Leerstands ist wieder das pralle Leben in den Ebert-Hof an der Friedrich-Ebert-Straße eingezogen. Die drei jungen Cottbuser Leon Dambowy, Steven Märker und Jefferson Carlos Felix da Silva haben am Freitag gleich drei Lokale eröffnet – Restaurant, Bar und Zigarrenlounge. La Bellessa, El Chico und Locos bringen Südamerika nach Cottbus. Großzügig schauen die ersten Gäste am Freitag über die kleineren noch unfertigen Ecken hinweg. Sie feiern eine Auferstehung.

Neue Lokale Bereicherung statt Konkurrenz

 Eine Torte zum Abheben: Sebastian Drogott von Sebastian’s überbringt den neuen Nachbarn im Ebert-Hof seine Erfolgswünsche. Jefferson Carlos Felix da Silva (l.), Steven Märker und Leon Dambowy (r.) haben drei Lokale eröffnet.
Eine Torte zum Abheben: Sebastian Drogott von Sebastian’s überbringt den neuen Nachbarn im Ebert-Hof seine Erfolgswünsche. Jefferson Carlos Felix da Silva (l.), Steven Märker und Leon Dambowy (r.) haben drei Lokale eröffnet. FOTO: Peggy Kompalla

Sebastian Drogott steht Freitagmittag mit einer Torte im Arm auf dem Hof. Das Süßgebäck sieht aus wie eine Startbahn. Obendrauf ein Flugzeug, das gerade abhebt. Der Name der Fluggesellschaft: Bellessa. So überbringt ein Gastwirt Erfolgswünsche an die neuen Nachbarn. Der Chef des Bistros Sebastian’s in der Ebertstraße freut sich: „Das bringt Leben in die Straße.“ Die Geschäftsleute verstehen den Zuwachs weniger als Konkurrenz, sondern als Bereicherung. Das ist auch beim Café Sweet Candy, beim Asiaten Kisu und der Kneipen-Eminenz Comicaze zu hören. Mit dem Einzug der drei neuen Lokale knüpft der Ebert-Hof endlich wieder an seine alten Zeiten an, als der Ort eine Instanz fürs Nachtleben war.

Die drei jungen Unternehmer kennen sich aus dem Mosquito. Sie haben in der Gastronomie viele Erfahrungen gesammelt. Die drei wollten nicht nur selbstständig werden, sondern etwas Neues in Cottbus schaffen – einen Food-Court. Das sind verschiedene Lokale, die sich um einen gemeinsam genutzten zentralen Sitzplatz gruppieren. Leon Dambowy erzählt: „Wir waren auf der Suche nach dem richtigen Ort für das Konzept. Als wir hier drinnen standen, wussten wir: Das ist es.“ Er breitet die Arme aus. „Der Hof hat seinen Charme nicht verloren, er brauchte nur ein bisschen Liebe“, sagt der junge Unternehmer. „Wir wollen Cottbus wieder in den Hof holen. So wie früher.“ Dabei denkt der Cottbuser nicht allein an den Hof. „Die Ebertstraße ist cool. Hier ist soviel los.“

Weiterer Anlaufpunkt neben Cottbuser Altstadt

Tatsächlich hat der volle Hof mit der Straße das Potenzial ein bedeutender, zweiter Anlaufpunkt in der Innenstadt zu werden – neben dem Altmarkt, an dem sich die Gastronomie der Altstadt drängelt.

Die Ebertstraße hat in der Vergangenheit immer um Aufmerksamkeit kämpfen müssen. Jetzt sorgen junge und alteingesessene Cottbuser und Neu-Cottbuser mit ihren verschiedenen Unternehmen für neuen Schwung.