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Stadtrundgang
Durchgangsverkehr sorgt für Stress in Kahren

Beim Ortsteilrundgang in Kahren ging es vor allem um den störenden Lkw-Verkehr. Oberbürgermeister Holger Kelch musste eingestehen: Eine Lösung für das Problem gibt es derzeit nicht.
Beim Ortsteilrundgang in Kahren ging es vor allem um den störenden Lkw-Verkehr. Oberbürgermeister Holger Kelch musste eingestehen: Eine Lösung für das Problem gibt es derzeit nicht. FOTO: Elsner / LR
kahren . Vor allem die zahlreichen Lkw werden zum Problem. Wichtigstes Zukunftsprojekt ist der Außenbereich am Bürgerzentrum.

Wer an der Kahrener Hauptstraße entlanggeht, stößt unvermeidlich auf zwei Probleme, über die sich die Anwohner seit Jahren ärgern. Der dichte Verkehr und zahlreiche Raser sind vor allem für die Kinder eine Gefahr, klagt Sabine Piater vom Sportverein beim jüngsten Ortsteilrundgang mit Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU). Bernd Perko von der Freiwilligen Feuerwehr pflichtet ihr bei. „Die vielen Lkw machen machen außerdem die Straße kaputt“, ergänzt der Kahrener.

„Am Sonntag gegen 22.30 Uhr beginnt hier der internationale Fernverkehr. Und die Brummis fahren dann nicht, wie vorgeschrieben, 30, sondern 40, 60, 70 Stundenkilometer.“  Dagegen müsse etwas unternommen werden.

Doch das ist gar nicht so leicht. Durch Kahren führt die offizielle Umleitungsstrecke für den Autobahnabschnitt zwischen Roggosen und Cottbus Süd, gibt der Stadtverordnete Wolfgang Bialas (CDU) zu bedenken. Und eine Kontrolle von Lkw-Fahrern setze voraus, dass sie aus dem fließenden Verkehr herausgeleitet werden können. Das ist in diesem Bereich schwierig. „Wir haben keine Lösung“, gibt Oberbürgermeister Kelch zu.

Doch damit wollen sich die Kahrener nicht abfinden. Bernd Perko schlägt vor, die Fahrzeuge auf das Gelände der benachbarten Agrargenossenschaft zu leiten. Und Ortswehrführer Olaf Buder regt an, das Bundesamt für Güterfernverkehr für Kontrollen einzuschalten.

Problem Nummer zwei ist erst nach den zurückliegenden Herbststürmen offenbar geworden. Die hohen Eichen am Straßenrand haben bereits einen Teil ihres Laubs abgeworfen. „Wir harken seit einer Woche täglich“, berichtet Sabine Piater.

Ein Blick in die Baumkronen zeigt: Das kann noch eine Weile so weitergehen. Ihr Vorschlag: Die Stadtverwaltung könnte Säcke bereitstellen, in die die Anwohner das Laub füllen und so lagern, dass es abgeholt werden kann. „Eine gute Idee, das nehmen wir mit“, antwortet Holger Kelch.

In Kahren habe sich in jüngster Zeit einiges getan, konstatiert Ortsvorsteher Jürgen Lehmann. Die positiven Veränderungen reichen vom Straßenbau bis zum Kindergartenanbau.

Doch Problemfelder bleiben. Jetzt müsse am Bürgerzentrum dringend etwas getan werden. Das Dach ist undicht, und auch die Fassade ist sanierungsbedürftig. Vor allem aber sollen rund um das Bürgerzentrum ein Spielplatz sowie Grünanlagen  entstehen. „Wir machen ein Konzept und schauen uns nach Geldgebern um“, verspricht der  Ortsvorsteher.

Auf jeden Fall wollen die Kahrener mit Eigenleistungen zum Gelingen des Projekts beitragen. „Und vielleicht bringen wir es ja zu einer Prämie im Wettbewerb ,Unser Dorf hat Zukunft’“, so Jürgen Lehmann. Die würde für die Gestaltung des Geländes rund ums Bürgerhaus genutzt.