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Durch Automaten-Sprengung Decke im Empfang gesenkt

Die Glassplitter im Eingangsbereich der Handwerkskammer sind noch nicht vollständig entfernt.
Die Glassplitter im Eingangsbereich der Handwerkskammer sind noch nicht vollständig entfernt. FOTO: Theiler
Cottbus. Der Schock sitzt bei den Mitarbeitern der Handwerkskammer Cottbus noch tief. Unbekannte hatten in der Nacht zum Mittwoch der vergangenen Woche den Geldautomaten der Sparkasse Spree-Neiße am Altmarkt gesprengt. the

Der Empfangsbereich des Gebäudes wurde dabei stark in Mitleidenschaft gezogen.

Durch die Druckwelle der Explosion ist das Glas der Eingangstür komplett gesplittert. Die Flügeltür des Zwischenraums wurde teilweise aus den Angeln gerissen. Außerdem hat sich durch die Detonation die abgehängte Deckenkonstruktion im Empfangsbereich um circa drei Zentimeter gesenkt. Ein langer Riss durchzieht die Gipskartonplatte. Ob auch elektrische Leitungen durch die Explosion Schaden genommen haben, untersuchen noch Fachleute. Ein Ingenieurbüro hat vorige Woche die Statik des Gebäudes überprüft.

Am Mittwoch wurde mit den groben Aufräumarbeiten begonnen, um das ganze Ausmaß des Schadens besser beurteilen zu können. Größere Trümmerteile und Splitter sind bereits weitgehend beseitigt. Nach einer Untersuchung von Bauexperten ist noch zu entscheiden, ob der zerstörte Eingangsbereich gegebenenfalls abgerissen und neu aufgebaut werden muss. Laut des stellvertretenden Hauptgeschäftsführers der Handwerkskammer Christoph Schäfer hat sich die Geschäftsleitung bereits nach potenziellen Bauunternehmen für die Instandsetzungsarbeiten umgesehen. Gespräche mit der Versicherung stehen aufgrund der Ferienzeit und der zahlreichen Wetterschäden in den vergangenen Tagen und Wochen noch aus.

Der Arbeitsrhythmus der Handwerkskammer ist nach Aussage von Christoph Schäfer nicht beeinträchtigt. Schon am Tag nach der Explosion konnten die Mitarbeiter am Altmarkt ihre Arbeit wieder aufnehmen. Bisher ist der Haupteingang notdürftig mit Spanplatten abgedeckt. Solange der reguläre Zugang über den Altmarkt nicht nutzbar ist, müssen Besucher und Kunden der Handwerkskammer den Hintereingang in der Klosterstraße nutzen. Der Empfangsbereich wurde dorthin verlegt.

Ob ein neuer Geldautomat im Foyer der Handwerkskammer aufgestellt wird, ist noch nicht entschieden. "Gegenwärtig befinden wir uns dazu in Gesprächen mit der Handwerkskammer Cottbus", antwortete Anja Schroschk, Referentin für Unternehmenskommunikation der Sparkasse Spree-Neiße, auf RUNDSCHAU-Nachfrage.