Sie haben es vor allem auf Geld abgesehen. Aktuell verzeichnet die Polizei vermehrt Betrugsversuche in der Lausitz und im ganzen Land Brandenburg. Am Mittwoch zu Beispiel seien in Cottbus bei etlichen älteren Bürgern dubiose Anrufe eingegangen, erklärte Pressesprecher Ralph Meier am Donnerstagmorgen gegenüber der RUNDSCHAU.

Lügengeschichten, um an Geld zu kommen

Unter den verschiedensten Legenden hätten die Anrufer versucht, bei den Pensionären Auskünfte über Geld und Wertgegenstände in deren Wohnungen zu erlangen, erläutert Meier. So hätten sie sich zum Beispiel als LKA-Mitarbeiter ausgegeben, die um Unterstützung bei Ermittlungen baten. Oder sie gaben vor, dass einem Banküberfall bedroht sein könnte. Der Erfindungsreichtum bei den Geschichten kennt keine Grenzen.

Wenn bei Bürgern in Cottbus und der Lausitz solche verdächtigen Anrufe eingehen, sollten sie sofort die Polizei informieren und sich keinesfalls auf Gespräche einlassen oder gar Auskünfte geben, betont Meier. Denn solche Anrufe seien zumeist Teil der Vorbereitung einer konkreten Straftat. Die mutmaßlichen Täter versuchten, herauszubekommen, wo sich etwa ein Einbruch lohnen würde.

Falsche Bescheide „Zentraldienst der Polizei Brandenburg“

Aber auch noch eine andere Masche reiten Betrüger. Das Innenministerium Brandenburgs warnt nachdrücklich vor gefälschten Bußgeldbescheiden, die per E-Mail in Umlauf gebracht werden. Unbekannte würden sich darin als „Zentraldienst der Polizei Brandenburg“ ausgeben und Geldbußen für zu schnelles Fahren fordern, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Mehrere Empfänger dieser Mails hätten sich bereits an die Polizei gewandt. Diese Bußgeldforderungen seien nicht echt, die entsprechende Bescheide würden niemals durch E-Mails zugestellt, so Ministerium und Polizei in ihrer Mitteilung.

Gewarnt wird ausdrücklich davor, Links oder Anhänge in den Mails zu öffnen.Damit die Polizei Kenntnis von der Straftat erlangen und darauf reagieren kann, fordert sie Betroffene auf, umgehend eine Strafanzeige zu erstatten. Dies sei bei jeder Polizeidienststelle im gesamten Bundesgebiet oder auch über die Internetwache der Polizei des Landes Brandenburg möglich.

Immer wieder versuchen Betrüger in der Region. Immer wieder sind zum Beispiel „Enkeltrickser“ unterwegs. Fast täglich gibt es Meldungen darüber in den Polizeiberichten. Aber immer öfter lassen Rentner solche Betrüger auch alt aussehen.

Finsterwalde/Uebigau