(pk) „Wir erwarten im ersten Halbjahr 2019 den Planungsbeschluss“, so die Bürgermeisterin. Er ist die Grundlage für die Umsetzung des Verkehrsprojekts. Das erklärte Bürgermeisterin Marietta Tzschoppe (SPD) während der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments und beantwortete damit eine Anfrage der CDU.

Im zweiten Bauabschnitt ist sowohl der neue Autobahnanschluss enthalten, als auch der Umbau der Kreuzung von L 49 und B 97. Die Strecke wird komplett mit zwei Spuren plus einem Überholstreifen ausgebaut. Die Umsetzung des gesamten Projekts wird nach früheren Angaben mindestens zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen.

Der dritte Bauabschnitt der Cottbuser Ortsumfahrung soll der Bürgermeisterin zufolge in den vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. Noch haben die Planungen für den letzten und wichtigsten Abschnitt nicht begonnen. Dabei wird die Ortsumfahrung ihre volle Wirkung erst mit dem dritten Abschnitt entfalten. Der führt von der Autobahn an Frauendorf vorbei und bei Groß Oßnig in der Nähe der Eisenbahnbrücke auf die B 97. Damit würde der gesamte Cottbuser Süden insbesondere Gallinchen vom Durchgangsverkehr befreit. Das wären bis zu 10 000 Fahrzeuge täglich.

Für die Ortsumfahrung Klein Gaglow / Klein Oßnig im Bereich der B 169 mit einem neuen Autobahnanschluss in der Nähe von Hänchen laufen Marietta Tzschoppe zufolge derzeit die Abstimmungen. „Derzeit werden verschiedene Varianten der Linienführung geprüft“, erklärte sie. „Wir haben dazu Daten geliefert.“

Der zusätzliche Autobahnanschluss im Westen der Stadt wäre auch für Cottbus von großer Bedeutung. Denn damit gebe es für den Technologie- und Industriepark TIP auf dem ehemaligen Flugplatz-Areal einen direkte Zufahrt zur Autobahn. „Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse der Untersuchungen im dritten Quartal 2019 vorliegen werden“, ergänzte Bürgermeisterin Tzschoppe.