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Dreifaches Babyglück bei den Sattelstörchen

Zootierinspektor Mario Wolff (2.v.l.) freut sich gemeinsam mit den Tierpflegern Pierre Dabow und Claudia Künzel über die kleinen Sattelstorch-Küken. FÖJler Bastian Ascher hält das Wiegen im Bild fest.
Zootierinspektor Mario Wolff (2.v.l.) freut sich gemeinsam mit den Tierpflegern Pierre Dabow und Claudia Künzel über die kleinen Sattelstorch-Küken. FÖJler Bastian Ascher hält das Wiegen im Bild fest. FOTO: Angelika Brinkop
Cottbus. Normalerweise wird ja den Störchen nachgesagt, dass sie die Babys bringen. Nun haben die farbenprächtigen Sattelstörche im Cottbuser Tierpark selbst Nachwuchs bekommen. Angelika Brinkop

Und das bereits zum sechsten Mal. Vor fünf Jahren ist hier die europaweit erste Nachzucht gelungen. Frau Sattelstorch und Herr Sattelstorch - wie sie von den Tierpflegern genannt werden - verstehen sich einfach prächtig, und so klappt es auch mit dem Nachwuchs. "Die Störche haben hier eine gute Anlage mit Ruhezonen und können erhöht ihr Nest bauen. Sie fühlen sich bei uns sicher. Außerdem haben wir durch unsere erfolgreiche Marabu-Zucht das entsprechende Know-how", erklärt Zootierinspektor Mario Wolff, warum die Cottbuser in der Vogelnachzucht führend sind.

Am Freitag wurden die kleinen Storchenküken, die jetzt etwas drei Wochen alt, sind aus dem Nest geholt, um sie zu wiegen und zu beringen, und um eine Federprobe zu nehmen, damit das Geschlecht bestimmt werden kann. Ziemlich ängstlich haben sich die Drei in ihrem Nest zusammengekauert. Ganz wohl war ihnen vermutlich nicht dabei, als sie Pierre Dabow, Tierpfleger im Vogelrevier, herunterholte. 2225 Gramm wiegt das größte Sattelstorchküken, das am14. Juli geschlüpft ist. Ihm passte schon der Ring, mit dem man auch später noch feststellen kann, wann und wo er geboren wurde.

Seine zwei Geschwister müssen noch auf die Beringung warten. Ihre Beine sind noch zu dünn. Sie bringen nur 1755 und 1520 Gramm auf die Waage. Der kleinste Storch brauchte nach der Geburt die Hilfe der Tierpfleger, um zu Kräften zu kommen. Da auch beim Kampf ums Futter der Stärkere gewinnt, haben ihn die Tierpfleger per Hand aufgepäppelt und anfangs aller zwei Stunden gefüttert. Nun kann er mit den Geschwistern mithalten.

Bis zum Frühjahr bleiben die Störche bei den Eltern. Dann trennt sich der Tierpark von ihnen und gibt sie an einen anderen Park.