Die ersten bekannte Coronafälle sind in Cottbus am 11. März aufgetreten, vier Tage nach dem ersten bekannten Fall in der Lausitz. „Bei den Betroffenen handelt es sich um eine 60-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 29 und 25 Jahren. Sie waren am Dienstag in dem neu eingerichteten Testzelt am Carl-Thiem-Klinikum untersucht worden“, berichtete die Stadtverwaltung.
Quelle der Infektionen war wohl in allen drei Fällen das Alpenland. Die beiden Männer hätten in Südtirol Kontakt zu einem Erkrankten aus Forst gehabt, berichtete die Stadtverwaltung. Die Frau habe sich nach eigenen Angaben vermutlich bei einem Restaurantbesuch im österreichischen Ischgl angesteckt.
Es folgten Quarantänen und eine Nachverfolgung der Kontakte. Dennoch stieg die Zahl der Infizierten zunächst. Mal einer, mal drei, mal vier – tägliche musste die Stadt neue Zahlen verkünden.
Erst ab Anfang April nahm das Infektionsgeschehen deutlich ab. Am 12. April gab es noch einmal vier neue Fälle zu berichten. Seitdem herrscht Ruhe in Cottbus. Von den bekannten 39 Fällen gelten 39 als geheilt. Cottbus scheint coronafrei. Dr. Christina Rogalski, Ärztliche Direktorin des Carl-Thiem-Klinikums: „Die niedrigen Fallzahlen lassen sich aus meiner Sicht auf ein komplexes und frühzeitiges Pandemie-Management zurückführen.“
Todesfälle gab es bisher keine zu beklagen. Zwar starb ein Coronapatient im CTK, dieser stammte aber aus Elbe-Elster.

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