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| 17:54 Uhr

Spree-Neiße
Ex-Brandschutzhelfer wird Kreisbrandmeister

Der neue Kreisbrandmeister Stefan Grothe (l.) gratuliert Olaf Ernst zu dessen Ernennung zum Drebkauer Stadtwehrführer.
Der neue Kreisbrandmeister Stefan Grothe (l.) gratuliert Olaf Ernst zu dessen Ernennung zum Drebkauer Stadtwehrführer. FOTO: Marion Hirche
Drebkau. Bei der Drebkauer Feuerwehr hat sich das Personalkarussell gedreht. Nachdem Stefan Grothe am 24. Juli sein Amt als Kreisbrandmeister antreten wird, folgt Olaf Ernst als neuer Stadtwehrführer. Von Marion Hirche

Die Wechsel sind gut vorbereitet worden und reißen deshalb keine Lücken. Der bisherige Stadtbrandmeister Stefan Grothe ist in dieser Woche offiziell zum Kreisbrandmeister des Spree-Neiße-Kreises befördert worden. Grothe wird sein Amt am 24. Juli antreten.

Das wird er allerdings immer noch wackligen Fußes tun. Ein  Freizeitfußballunfall zwingt ihn derzeit mit gebrochenem Fußgelenk an Krücken. „Das wird wieder. Ich habe bei meinem Sohn in der Elternmannschaft mitmachen wollen, dachte, im Tor bin ich nicht so gefährdet. Aber es wurde verbissen gekämpft, da hat mein Gelenk nicht standgehalten“, erzählt der  45-Jährige.

Der Vater zweier Jungs hat im Alter seiner Söhne seine Feuerwehrlaufbahn gestartet. „Ich habe in der Schule in einer Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer mitgemacht. Das war in Haidemühl. Es hat Spaß gemacht. 1984 bin ich dann Mitglied der Feuerwehr in meinem Heimatdorf Haidemühl geworden“, erinnert sich der Drebkauer.

Nach seinem Umzug nach Drebkau Anfang des neuen Jahrtausends hat er sich hier in der Feuerwehr weiter engagiert. Besonders die Arbeit mit dem Feuerwehrnachwuchs hat es ihm angetan. Seit 1994 arbeitete Stefan Grothe als Mitglied im Vorstand der Kreisjugendfeuerwehr. Sechs Jahre lang war er stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart, danach sechs Jahre Kreisjugendfeuerwehrwart. 2012 übernahm Stefan Grothe die Funktion des Drebkauer Stadtwehrführers und ist seinem Vorgänger Falk Skorna noch heute für dessen solide Vorarbeit sehr dankbar. Gleichzeitig wurde der engagierte Feuerwehrmann stellvertretender Kreisbrandmeister des Kreisfeuerwehrverbandes. Der Mann, der als Sachbearbeiter Brandschutz beim Spree-Neiße-Kreis beschäftigt ist,  ist nun Kreisbrandmeister.

Darüber freut sich auch die Familie. Sein Bruder, seine Schwester und der Schwager sind bei der Feuerwehr, sein Vater Horst hat ihm diese vorgelebt. Stefan Grothe ist ein Mensch, der nicht nein sagen kann, wenn es um Hilfe für Menschen geht. Für seinen Einsatz beim Hochwasser im Juni 2013 im Spree-Neiße-Kreis, in der Prignitz und in Fischbeck ist er mit der Hochwassermedaille des Landes Brandenburg ausgezeichnet worden.

An der Feuerwehr schätzt er vor allem den Zusammenhalt. „Hier kommen ganz unterschiedliche Charaktere zusammen, die aber gemeinsam ein Problem lösen müssen, und das ist immer wieder eine Herausforderung und macht Spaß“, betont der neue oberste Feuerwehrmann im Spree-Neiße-Kreis, der von seinem Vorgänger Wolfhard Kätzmer sagt: „Er hat die Messlatte hochgelegt. Ich möchte seine Arbeit so wie er weiterführen“.

Nach seiner Ernennung in Forst hatte Stefan Grothe am Donnerstag noch einen Termin beim Drebkauer Bürgermeister Dietmar Horke. Hier wurde sein Nachfolger in der Position des Stadtwehrführers ernannt. Der 59-jährige Olaf Ernst wird zukünftig die Drebkauer Floriansjünger anführen. Ernst ist seit 1978 Träger der blauen Uniform und durch den Aufruf des Bürgermeisters Mitglied der Feuerwehr geworden. Schon seit zwölf Jahren ist er stellvertretender Stadtwehrführer gewesen. Er und Grothe erinnern sich noch an das „heiße Jahr“ 2009: Da brannten Reifen im  AVS-Autohaus, ein Asia-Imbiss ging in Flammen auf, und dann stand noch das Raakower Schloss in Flammen. Unvergesslich ist für beide auch der Sägewerkbrand 2002.

Auch die Stellvertreter von Olaf Ernst wurden ernannt: 1. Stellvertreter des Stadtbrandmeister ist ab 19. Juli Sven Noack, der gleichzeitig zum 1. Hauptbrandmeister befördert wurde, ebenfalls stellvertretender Stadtbrandmeister ist Thomas Richter. Die Drebkauer Feuerwehrführungsriege lobte in der Ernennungsrunde die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und wünschte sich mehr Attraktivität  für die Einstellung von Feuerwehrleuten für Unternehmer und ein besseres Finanzierungssystem zur Erfüllung der Feuerwehraufgaben.