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Drebkauer kreiseln auf Rekordniveau

471 Radler nahmen am Sonntag am 11. Drebkauer Kreisel teil. An neun Stellen konnten sich die Freizeitsportler Stempel holen.
471 Radler nahmen am Sonntag am 11. Drebkauer Kreisel teil. An neun Stellen konnten sich die Freizeitsportler Stempel holen. FOTO: Hirche/jul1
Drebkau. Am Sonntag fand zum 11. Mal der "Drebkauer Kreisel" statt. Der Cottbuser Sportlehrer Klaus Sabielny hatte die Idee für ein solches Freizeitradeln mit gleichzeitigem Erkunden der Region. Seine Idee hat in Drebkau Fuß gefasst, beim diesjährigen 11. Drebkauer Kreisel wurde er herzlich begrüßt und am Ende des Tages freute auch er sich über den neuen Teilnehmerrekord mit 471 Startern. Marion Hirche / jul1

Bei strahlendem Sonnenschein vollzog Drebkaus Bürgermeister Dietmar Horke den Start am Feuerwehrgerätehaus Leuthen. Zur gleichen Zeit fuhren zahlreiche Radler an den anderen acht Stempelstellen los. Jeder der mindestens vier Stempel auf dem Rundkurs sammelte, kam am Ende in die Wertung. Unter ihnen waren auch die Skornas. Die Laubster Familie ging gleich mit vier Generationen an den Start: Am Ende war Giesela Jolk mit 81 Jahren die älteste Teilnehmerin beim diesjährigen Radeln. Mit von der Partie waren auch ihr Sohn Falk Skorna, ihre Enkelin Juliane Skorna und ihre Urenkelin Sarah-Maria Skorna. In Familie waren auch Hildegard Petschke, ihr Sohn Uwe Klapezynski und Enkel Maximilian unterwegs. "Ich habe sie alle beide auf meine Rikscha geladen, so konnten Oma und Enkel auch mit", erklärte der Drebkauer sein Dreigenerationsrad. Glück im Unglück hatte die Familie Kappel aus Drebkau: Ihr Fahrrad ging in Wüstenhain auf dem Weg zur Stempelstelle an der Tauchschule Laasow kaputt. Am letzten Haus in dem Ort hielten sie an und bekamen schnelle Hilfe: Der Hofbesitzer verlieh spontan ein Fahrrad und als die Drebkauer am Abend das Leihvehikel mit dem Auto zurückbrachten, hatte der hilfsbereite Mann auch noch das defekte Rad repariert. "Er hat tatsächlich unsere Radtour und damit den schönen Sonntag gerettet. Das war ganz toll, vielen Dank!", sagte Stefanie Kappel.

An allen neuen Stellen hatten die freiwilligen Stempler alle Hände voll zu tun. Überall wurde auch zu essen und zu trinken angeboten. Der Renner waren einmal mehr die Plinse an der Stempelstelle in Auras. Da gab es diesmal erstmals auch frisches Brot aus dem Dorfbackofen. "Wir dachten sechs Brote reichen, aber die waren schon am frühen Nachmittag alle. Hier waren rund 400 Radler", erklärte Jens Reymann vom Auraser Free e.V.. Gut angenommen wurde auch die zusätzliche Möglichkeit, sich den Steinitzer Alpenpasspokal zu verdienen. Sehr viele Teilnehmer fuhren den Berg zur Steinitzer Treppe hoch. Bei der abendlichen Pokalverlosung wurde Bernd Hauptmann aus Schorbus der glückliche Gewinner.

Vier lustige Teams mit spaßigen Kostümen und Ideen wurden mit Präsenten gewürdigt: die "Geisterfahrer" aus Groß Döbbern, die Katze und Maus-Truppe vom Sportverein Leuthen, die Schneemänner vom Traditionsverein aus Laubst und die Drebkauer VTC-Jugend, die an jeder Stempelstelle zusätzlich ein Akkordeonkonzert gaben. "Das war ein toller Tag und eine schöne Geburtstagsfeier", meinten Michael und Martin Schmidt, die zusammen mit 30 radelnden Freunden ihren 30. Geburtstag feierten.

Am Abend jubelten die Laubster, weil sie zum vierten Mal hintereinander die meisten Teilnehmer prozentual zur Einwohnerzahl an den Start schickten. Fast jeder zweite Laubster war beim Kreisel dabei. Die Siewischer waren mit jedem vierten und die Schorbusser mit jedem 7. Einwohner unterwegs. Alle drei Ortsteile bekamen Pokale der VR Bank Lausitz.