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Drebkau will nicht für die B 169 zahlen

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Leuthen. Die Erleichterung in den Dörfern rund um die Leuthener B. 169-Kreuzung auf der Pendlerstrecke zwischen Senftenberg und Cottbus ist groß. Denn die zahlreichen Umleitungsignoranten nutzen wieder die Bundesstraße und nicht mehr die Schleich- und Nebenwege. Manfred Feller

Drebkaus Bürgermeister Dietmar Horke ist empört, was sich zum Beispiel parallel zur B. 169 zwischen Leuthen und Hänchen und in Klein Oßnig abgespielt hat: "Selbst 40-Tonner haben sich über Radwege gequält und Schäden angerichtet." Kommunale Straßen wurden übermäßig belastet und Bankette zerstört. Und die Stadt war machtlos. "Wir können den fließenden Verkehr nicht kontrollieren", hätte sich Horke mehr Präsenz der Polizei gewünscht.

Für die entstandenen Straßenschäden in Drebkauer Ortsteilen soll der Brandenburger Landesbetrieb Straßenwesen als Bauherr aufkommen. "Wir haben niemanden dorthin geschickt", verweist Torsten Wiemer, Dezernatsleiter Bauüberwachung, auf die weiträumigen Umleitungen über höherrangige Straßen. Allerdings lässt er die Stadt Drebkau nicht einfach links liegen. "Wir werden uns zusammensetzen und müssen eine Lösung finden", sagt er. Von den Schäden habe er sich am Dienstag selbst überzeugt.

Auch der Landesbetrieb und die bauausführenden Firmen haben auf der Leuthener Kreuzung, die nach allen Seiten neuen Asphalt erhalten hat, üble Erfahrungen gemacht. Ohne Rücksicht auf Verluste seien Kraftfahrer an den Sperrschildern und der Walze vorbei über den noch "dampfenden" Asphalt der Binderschicht gerast und hätten Spurrinnen verursacht. Ein Unbelehrbarer habe sogar einen Unfall verursacht.