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| 19:39 Uhr

Drebkau investiert weiter in Kampf gegen Ambrosia

Die Ambrosia artemisiifolia gilt als allergieauslösend. Die winzigen Pollen sind aggressiv und können Asthma hervorrufen.
Die Ambrosia artemisiifolia gilt als allergieauslösend. Die winzigen Pollen sind aggressiv und können Asthma hervorrufen. FOTO: Böhmer
Drebkau. Die Bekämpfung der Ambrosia hat die Drebkauer Stadtverordneten auch in ihrer jüngsten Sitzung beschäftigt. Auf der Tagesordnung stand ein Beschluss, mit dem die Abgeordneten der Bereitstellung von 9900 Euro im Jahr 2013 zustimmen sollten. Mit diesem Geld soll unter anderem ein Fahrzeug zur Ambrosiabekämpfung angemietet werden. Nicole Nocon /

Über das Programm "Bürgerarbeit" sowie mit Ein-Euro-Jobber hat die Stadt die Möglichkeit, den Ambrosiabewuchs auf kommunalen Flächen zu mähen oder auszureißen, das Monitoring durchzuführen und Öffentlichkeitsarbeit zu leisten. "In den vergangenen Jahren haben wir immer Fördergelder beantragt und Lottomittel bewilligt bekommen. Das werden wir für 2013 auch tun. Wir wissen aber noch nicht, ob wir wieder Fördermittel bekommen", sagte Bürgermeister Dietmar Horke (parteilos) den Stadtverordneten.

Einige der Abgeordneten äußerten ihre Zweifel an der Investition von öffentlichen Mitteln in die Bekämpfung von Ambrosia. Maik Bräunig (SPD) gab zu bedenken: "Es ist völlig sinnlos, die Ambrosie auf städtischen Flächen zu bekämpfen, wenn auf angrenzenden Feldern nicht gepflegt werden." Solange das Land nicht seinen Beitrag zur Bekämpfung der Ambrosia-Staude leiste und Drebkau mit dieser Aufgabe alleine lasse, könne sich auch die Stadt das ohnehin knappe Geld dafür sparen. Rüdiger Krause (CDU) schloss sich dieser Meinung an: "Das ist verschwendetes Geld", sagte er.

Nach Auffassung von Bürgermeister Horke würde es der Stadt nicht gut Gesicht stehen, wenn sie die Arbeiten einstellte. Außerdem sei ein Mitarbeiter über die "Bürgerarbeit" für drei Jahre zur Ambrosiabekämpfung gebunden worden. "Die Pflanze auszureißen ist zwar eine Sisyphosarbeit, aber einige befallene Flächen konnten auch bereinigt werden", so Horke. Dr. Michael Haidan (CDU) sieht die Stadt in der Verantwortung für ihre Bürger. "Wir müssen aber weiter darauf drängen, dass wir Unterstützung bekommen und die Pflanze effektiver bekämpft werden kann", betonte er. Bei der Abstimmung über den Beschluss entschieden sich 14 von 21 anwesenden Abgeordneten für die Bereitstellung der Mittel. Sechs stimmten dagegen, einer enthielt sich.

Die Ambrosia artemisiifolia gilt als besonders allergieauslösend. Ihre winzigen Pollen sind besonders aggressiv und können Asthma auslösen. Beheimatet ist die Pflanze in Nordamerika. Durch den globalen Warenverkehr hat sie sich jedoch weit verbreitet und kommt jetzt in vielen Teilen der Welt vor, auch in Europa. Der Süden Brandenburgs, insbesondere die Stadt Drebkau, ist die am stärksten betroffene Region Deutschlands.